Missionswoche der Hospitalität

Sonntag, 23. Oktober 2022

Missionswoche des Ordens, die heuer unter dem Motto steht: „Ihr werdet meine Zeugen sein bis an die Grenzen der Erde“ (vgl. Apg 1,8)

 

 

Interkulturelle Migrantenseelsorge

(Quelle: Dikasterium für den Dienst zugunsten der ganzheitlichen Entwicklung des Menschen – Abteilung für Migranten und Flüchtlinge, Pastorale Orientierungen für die interkulturelle Migrantenseelsorge. Rom, 3. März 2022)

 

Indem sie sich zunehmend von jeglicher Angst befreien, insbesondere von Ängsten, die auf falschen Vorstellungen beruhen, sind die katholischen Gemeinden und Gemeinschaften aufgerufen, Brücken zu den Neuankömmlingen zu bauen und eine echte „Kultur der Begegnung“ zu fördern. Wir hoffen aufrichtig, dass diese Broschüre ihren Lesern und Leserinnen hilft, wirklich zu Brückenbauern zu werden, die sich dazu hingezogen fühlen, auf der Basis ihrer Erfahrungen das Bewusstsein zu vertiefen, welchen Reichtum die Anwesenheit von Migranten und Flüchtlingen unseren Gemeinden und Gemeinschaften bringt.

 

Katholische Gemeinden und Gruppen sind eingeladen, jede Gelegenheit, Migranten und Flüchtlingen in Not zu begegnen, als eine Gelegenheit zu betrachten, Jesus Christus selbst zu begegnen (vgl. Mt 25,35). Sie sind eingeladen, die Gelegenheiten zu erkennen und zu schätzen, die sich durch die Migranten auftun, um neues Leben in die Gemeinden und Gruppen zu bringen, und in der Wertschätzung für den anderen zu wachsen, indem sie lebendige Liturgien feiern, die die verschiedenen kulturellen Traditionen respektieren.

 

Die katholischen Gemeinden und Gemeinschaften sind eingeladen, die Anwesenheit vieler andersgläubiger oder glaubensferner Migranten und Flüchtlinge als eine Gelegenheit der Vorsehung zu sehen, den Evangelisierungsauftrag der Kirche durch ihr Glaubenszeugnis und Taten der Nächstenliebe zu erfüllen.

 

Die Kirche ist dankbar für das durch die Gnade Gottes wachsende Bewusstsein der katholischen Gemeinden und Gruppen für die Anwesenheit von Migranten und Flüchtlingen, und sie wird auch weiterhin betonen, dass die Vielfalt ihrer Mitglieder ein großer Reichtum ist. In den Augen der Kirche ist all das, was die Vertriebenen einbringen, eine Gelegenheit, die Katholizität unseres Glaubens zu stärken und sichtbarer zu machen.

 

In der Begegnung mit der Vielfalt der Fremden, der Migranten, der Flüchtlinge und im interkulturellen Dialog, der daraus entstehen kann, haben wir die Möglichkeit, als Kirche zu wachsen und uns gegenseitig zu bereichern. Tatsächlich ist jeder Getaufte, wo auch immer er oder sie sich befinden mag, mit vollem Recht Glied der örtlichen kirchlichen Gemeinschaft, Glied der einen Kirche, Bewohner des einen Hauses, Teil der einen Familie.

 

In der Tat zielen diese Pastoralen Orientierungen darauf ab, dass wir unser Engagement an der Basis beginnen und es bis in die entlegensten Winkel unserer Länder ausbreiten, um unsere Brüder und Schwestern, die unterwegs oder auf der Flucht sind, aufzunehmen, zu schützen, zu fördern und zu integrieren. So werden wir das Reich Gottes in Geschwisterlichkeit und Universalität errichten und können gemeinsam mit Zacharias singen: „[Er hat] an den Eid [gedacht], den er unserm Vater Abraham geschworen hat; er hat uns geschenkt, dass wir, aus Feindeshand befreit, ihm furchtlos dienen in Heiligkeit und Gerechtigkeit vor seinem Angesicht all unsre Tage“ (Lk 1,73–75).

 

Taborstraße 16
1020 Wien

ÖSTERREICHISCHE ORDENSPROVINZ

des Hospitalordens des
heiligen Johannes von Gott

"Barmherzige Brüder"

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