Unser Konzept – unsere Haltung

Was erwartet Sie im WALKABOUT?

Die Therapiestation für Drogenkranke verbindet das Angebot eines Krankenhauses mit dem Aufgehobensein in einer Therapiestation: Medizinische Leistung, mehrdimensionale Diagnostik,  therapeutische Begleitung, sinnvolle Nachbetreuung  in einer Haltung  „liebevoll zugewandter Konsequenz". Betroffene und Mitarbeiter begegnen einander in der Therapeutischen Gemeinschaft, um ein Stück Freiheit aus der Sucht wiederzuerlangen, respektvoll vor dem Sosein des Anderen.

Dies in einem Konzept, das die Lebenswelt unserer Patienten schon sehr früh einbindet und vom Zeitfaktor her (3-4 Wochen Entzugs-/Entgiftungsbehandlung und 3 Monate Entwöhnungstherapie gefolgt von einer 1 bis 2-jährigen verbindlichen Nachbetreuung) für jene geeignet ist, deren Abhängigkeitsentwicklung noch nicht alle Bezüge zu einem gesünderen Leben zerstört hat.


Wer sind sie nun, die Patienten, die sich selbst gar nicht gerne als Patienten sehen, jene also, die in der Öffentlichkeit heftig und kontroversiell diskutiert werden und was sind sie nicht: sie sind primär keine Kriminellen, deren Rehabilitation fraglich scheint.

Es sind hauptsächlich junge Menschen zwischen 14 und 25, von denen 40% angeben, dass sie gar nicht genau wüssten, warum sie überhaupt mit Drogen angefangen hätten (Studie). Also Jugendliche, die oft unkritisch, irgendwie, wegen eines gemeinsamen „Kicks", aus Langeweile, aus Wunsch nach illusionären Welten einen ganz dramatischen Weg genommen haben. Ein Weg, der anfangs gut kontrollierbar scheint und von der Drogenwirkung her einiges verspricht: ganz starke positive Gefühle wie Sicherheit, Geborgenheit, Gelassenheit, Gemütlichkeit. Es sind Menschen die diese trügerischen, weil auf künstlichem Weg entstandenen Gefühle in ihr Wesen eingebunden haben, um Spannung Schmerz und Auseinandersetzungen auszuweichen: Harmonie und Glück nicht als Produkt eines gelebten Lebens (in dem es Bruchstückhaftes, Schmerzvolles gibt), sondern als chemischer Reiz, jederzeit reproduzierbar und somit scheinbar  verlässlich.

Es sind auch Menschen, die gelernt haben, ihre Grundstörung/Grundproblematik mit unterschiedlichen Drogen (Alkohol, Morphine, Amphetamine, Kokain, Cannabis) selbst zu behandeln: ein Großteil leidet an Depressionen mit oder ohne Angstkomponente. Manche sind durch das Erleben starker Gefühle und unerträglicher Spannungen überfordert. Andere behandeln Plus oder Minussymptomatiken einer Psychose mit verschiedenen Substanzen.

Bald lässt die Anfangswirkung nach, das Zeug geht nicht mehr aus dem Kopf heraus, der Körper giert danach. Jeden Tag 1, 2, 3 Gramm Heroin müssen gekauft werden ... Schulden, dann Diebstahl, Prostitution ... eine entsetzliche Wahrheit tut sich auf, aber auch spannend bleibt es bis zum Schluss, ein wenig abenteuerliche Identität in einer zu funktionalen Welt ... doch dann eine einzige Überforderung: aufhören!  Ich muss weg, ich will auch nicht mehr, aber ich kann es mir nicht vorstellen aufzuhören ... ich kann nicht mehr. Die gute Dramatik, das spannende, das intensive Leben ist zur Höllenfahrt geworden. Dem Spuk ein Ende machen. Aus dem Spuk ist längst eine Krankheit geworden, die noch dazu zur Chronifizierung neigt.


Diese Menschen haben ein Recht auf eine qualifizierte Diagnostik, Planung und Therapie innerhalb einer Einrichtung, deren Menschenbild tiefere Berührtheit ermöglicht und weitere Traumatisierung verhindert. Es ist uns ein Bedürfnis an unsere Patientinnen und Patienten zu glauben und hinter ihnen zu stehen.

Diese Menschen brauchen Anwendungsgebiete der Medizin, Psychologie, Psychotherapie, Bewegung, Ergotherapie, Physiotherapie, Arbeit, die die Selbstheilungskräfte, die Selbstorganisation, die Selbstverantwortlichkeit und damit das Selbstvertrauen stärken, in Liebe, in Aufmerksamkeit, in einem  Stück Freundschaft, in ein wenig Elterlichkeit, Würde und guter spürbarer Konfrontation.

Das Ziel ist, sich daran zu erinnern, dass er/sie selbst, er/ihr Sosein mit all den Ungereimtheiten, Stärken und Schwächen es sind, die Kick, Intensität, Dramatik, Freude, Spaß und Lebensgrundlage bieten.

 

 

Therapiestation für Drogenkranke "Walkabout"
Standort: Pirkenhofweg 10 Postadresse: Johannes von Gott-Straße 12
8047 Kainbach bei Graz
Steiermark
Österreich
Telefon: 0043 316 30 10 81-500
Fax: 0043 316 30 10 81-530

Erstkontakt über
Walkabout Ambulanz Mariahilf

Telefon: 0043 316 71 23 43

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