Mittwoch 17. Oktober 2018

Barmherzige Brüder Wien feierten 400. Bestandsjubiläum

Zahlreiche Repräsentanten aus Politik, dem Gesundheits- und Sozialwerden sowie kirchliche Würdenträger feierten gemeinsam mit den Barmherzigen Brüdern und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Krankenhauses.  

 

Impressionen von den Veranstaltungen am 2. Juni finden Sie in der Fotogalerie.

 

Exakt 400 Jahre nach Unterzeichnung des Kaufvertrages für das Grundstück, auf dem mittlerweile das älteste durchgängig in Betrieb stehende Krankenhaus Österreichs angesiedelt ist, feierten der Konvent und das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Wien am 2. Juni 2014 ihr Bestandsjubiläum. Beim abendlichen Festakt im Wiener Rathaus sprachen Gesundheitsminister Alois Stöger sowie Gesundheits- und Sozialstadträtin Mag.a Sonja Wehsely Grußworte und gratulierten zum Jubiläum. Bundespräsident Dr. Heinz Fischer war mittels Videobotschaft präsent. Bereits zu Mittag wurde eine Festmesse im Wiener Stephansdom, zelebriert von Erzbischof Kardinal Dr. Christoph Schönborn, gefeiert.

 

 

Zelebrant: Erzbischof Kardinal Dr. Christoph Schönborn beim Einzug

 

 

Festmesse und Agape

An der Festmesse im Stephansdom, zelebriert von Erzbischof Kardinal Dr. Christoph Schönborn, nahmen rund 1.000 Gläubige teil. Der feierliche Rahmen wurde betont durch die große Zahl an Conzelebranten und Ordensbrüder, die aktiv den Festgottesdienst mitgestalteten. Frater Ulrich Fischer OH, Provinzial der Österreichischen Ordensprovinz, betonte bei seiner Begrüßung, dass es in der 400-jährigen Geschichte viel gäbe, wofür es gelte, dankbar zu sein. Im Rahmen der Festmesse wollen wir bitten, so Frater Ulrich Fischer OH, „dass Gott uns weiterhin seinen Beistand für unsere Tun gewährt.“ Im Anschluss an den Festgottesdienst lud der Konvent zu einer Agape in den Arkadenhof des Erzbischöflichen Palais.

 

 Blick in das Kirchenschiff

 

Apage im Erzbischöflichen Palais

 

 

Gutes tun und es gut tun. Seit 1614.

Rund 700 Festgäste, darunter zahlreiche Ordensbrüder aus der ganzen Welt, folgten am Abend des 2. Juni 2014 der Einladung in den Festsaal des Wiener Rathauses. Grußworte sprachen Frater Jesús Etayo Arrondo OH, Generalprior des Hospitalorden des hl. Johannes von Gott, Apostolischer Nuntius Erzbischof Dr. Peter Stephan Zurbriggen, Mag.a Sonja Wehsely, Amtsführende Stadträtin für Gesundheit und Soziales der Stadt Wien, in Vertretung für Bürgermeister Dr. Michael Häupl sowie Alois Stöger, Bundesminister für Gesundheit, der auch die besten Glückwünsche von Rudolf Hundstorfer, Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz überbrachte.

 

Der Festakt fand im Festsaal im Wiener Rathaus statt

  

Betont wurde von allen SprecherInnen die im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Wien vorhandene Kombination aus fachlicher Qualität, menschlicher Zuwendung und solidarischer Haltung zugunsten aller Menschen, auch jener, die am Rand der Gesellschaft stehen.

 

Ebenfalls angesprochen wurden die Zusammenarbeit mit Land und Bund zugunsten der Patientinnen und Patienten sowie die Leistungen im Bereich der Ausbildung von ÄrztInnen und Pflegepersonen, die das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Wien gemeinsam mit der angegliederten Pflegeakademie leistet.

 

Musikstücke und Ausschnitte aus dem neuen Imagefilm sorgten für Unterhaltung zwischen den einzelnen Programmpunkten. Teil des Festaktes war auch die offizielle Übergabe der Sonderbriefmarke der Österreichischen Post AG durch Ing. Jörg Pribil an Frater Ulrich Fischer OH und Frater Saji Mullankuzhy OH, Prior und Rechtsträgervertreter des Wiener Krankenhauses der Barmherzigen Brüder. Das Motiv ist eine alte Krankenhausansicht, der Nennwert beträgt 0,62 Cent. Die Sonderbriefmarke ist in allen Postämtern erhältlich.

 

Anschließend wurde eine Videobotschaft von Bundespräsident Dr. Heinz Fischer eingespielt. Dieser gratulierte nicht nur herzlich zum Jubiläum sondern betonte auch die segensreiche Tätigkeit der Barmherzigen Brüder für alle Menschen. Weiters hob Bundespräsident Fischer im Rahmen seiner Videobotschaft hervor, dass man sich auf die Barmherzigen Brüder immer habe verlassen können – auch in Zeiten von Kriegen, Katastrophen oder Umbrüchen.

 

Aus terminlichen Gründen musste das Fürstenhaus Liechtenstein, das maßgeblich an der Gründung des Wiener Brüder-Krankenhauses Anteil hatte, absagen. Fürst Hans-Adam II von und zu Liechtenstein ließ der Festgesellschaft herzliche Glückwünsche zum Jubiläum übermitteln und wünschte einen Festtag voller Freude und Erfolg.

 

Festredner bei der Feier zum 400. Bestandsjubiläum war Frater Rudolf Knopp OH, 1. Generalrat und Mitglied der Ordensleitung in Rom. Unter dem Titel „Die Hospitalität mit Hoffnung und Mut zum Wagnis leben – Der Granatapfelbaum entfaltet sich in Zentraleuropa“ gab Frater Rudolf Knopp OH einen historischen Überblick über die Entwicklungsgeschichte des Wiener Brüder-Krankenhauses. Dabei bezog er sich immer wieder auf die Hospitalität, die christliche Gastfreundschaft, den Grundwert, der Barmherzigen Brüder. Ausgehend von Wien zeigte Frater Rudolf Knopp OH im Rahmen seiner Festrede auch die Entwicklungsgeschichte des Ordens weltweit auf.

 

In einer Interviewrunde kamen abschließend Frater Saji Mullankuzhy OH und Krankenhaus-Gesamtleiter Dr. Reinhard Pichler zu Wort. Beide zeigten sich dankbar für die Vergangenheit und voller Tatendrang für die Zukunft.

Darstellung:
https://www.barmherzige-brueder.at/