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Neu: Klinische Pflegepädagogik "Wir bauen die Brücke zwischen Theorie und Praxis"

Seit Dezember 2025 ist Andreas Mayrl, BScN, MSc (CE), als Klinischer Pflegepädagoge (KPP) an der Pflegeakademie und im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Wien tätig. Im Interview spricht er über seinen beruflichen Weg, seine Motivation für die Pflegepädagogik und darüber, warum diese Rolle für Studierende und Patient:innen einen echten Mehrwert schafft.

Herr Mayrl, können Sie sich kurz vorstellen und uns etwas über Ihren beruflichen Weg in der Pflege erzählen?

 

Sehr gerne. Mein Name ist Andreas Mayrl und ich habe 2014 das Kombistudium an der Pflegeakademie der Barmherzigen Brüder Wien und der UMIT Tirol begonnen (Anm.: heute Bachelorstudium). Diese Ausbildung dauerte dreieinhalb Jahre. 2018 habe ich meinen Abschluss gemacht und kurz darauf meine Tätigkeit im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder aufgenommen.

Schon damals habe ich gemerkt, dass mich neben der Pflege besonders auch die Begleitung von Studierenden und Auszubildenden interessiert. Deshalb habe ich mich in diesem Bereich weiterentwickelt und 2023 das Studium Advanced Nursing Education an der Hochschule Campus Wien begonnen, das ich im Oktober 2025 abgeschlossen habe. Seit Dezember 2025 bin ich nun als Klinischer Pflegepädagoge an der Pflegeakademie der Barmherzigen Brüder Wien tätig.

 

Was motiviert Sie persönlich, als KPP zu arbeiten?

 

Auf der Station haben wir immer wieder Studierende und Auszubildende begleitet. Dabei habe ich gemerkt, wie viel Freude es mir macht, Wissen weiterzugeben, praktische Inhalte zu erklären und junge Menschen auf ihrem Weg in den Pflegeberuf zu unterstützen.

Gleichzeitig habe ich erlebt, dass ich im Stationsalltag, als Pflegekraft oft in einem Spannungsverhältnis war. Man möchte den Patient:innen gerecht werden und gleichzeitig Studierende gut anleiten. Diese Doppelrolle ist nicht immer einfach. Mein Wunsch war deshalb, die Begleitung von Auszubildenden stärker in den Mittelpunkt zu stellen und ihnen mehr Zeit, Aufmerksamkeit und gezielte Unterstützung zu geben.

 

Was hat Sie in Ihrer Laufbahn in der Pflege besonders geprägt?

 

Besonders geprägt hat mich genau diese Erfahrung aus dem Alltag: zu sehen, wie wichtig gute Anleitung in der Praxis ist. Studierende lernen sehr viel direkt auf der Station, aber oft fehlt die Zeit, um in Ruhe zu erklären, gemeinsam zu reflektieren und die Verbindung zwischen Theorie und Praxis wirklich bewusst herzustellen. Daraus ist bei mir der Wunsch entstanden, hier einen stärkeren Beitrag zu leisten.

 

Was genau macht ein klinischer Pflegepädagoge (KPP)?

 

Die klinische Pflegepädagogik ist sehr nah an der Praxis und auf einer Station verortet. Im Zentrum stehen die direkte Begleitung und Anleitung von Studierenden und Auszubildenden im klinischen Alltag. Das bedeutet: Man ist zwar auf der Station präsent, aber nicht vollständig in die regulären Tagesabläufe der Station eingebunden. Dadurch entsteht der notwendige Freiraum, um Lernen gezielt zu begleiten.

Ein wichtiger Punkt ist, dass die klinische Pflegepädagogik die Praxisanleiter:innen auf den Stationen nicht ersetzt. Sie ist vielmehr eine Ergänzung. Praxisanleiter:innen sind und bleiben enorm wichtig, weil sie Studierende über längere Zeit im Stationsalltag begleiten. Die klinische Pflegepädagogik setzt zusätzliche, fokussierte Lernimpulse und schafft bewusst angeleitete Situationen, in denen Studierende Verantwortung übernehmen und praktische Handlungskompetenz entwickeln können. Diese Situationen können einige Stunden oder einen Tag dauern.

 

Warum sind Ihrer Meinung nach klinische Pflegepädagog:innen ein wichtiger Bestandteil in einem Krankenhaus?

 

Weil sie eine Brücke zwischen Ausbildung und Praxis bilden. Genau das ist auch eine besondere Stärke dieser Rolle: Klinische Pflegepädagog:innen arbeiten einerseits in der Ausbildung, also in der Theorie, und andererseits direkt im Krankenhaus. Dadurch begleiten sie Studierende von der Theorie bis hin zur praktischen Umsetzung.

Dieser Transfer funktioniert in beide Richtungen. Theoretisches Wissen wird in die Praxis eingebracht, gleichzeitig fließen Erfahrungen aus dem Stationsalltag wieder zurück in die Lehre. So entsteht ein kontinuierlicher Wissenskreislauf, der die Ausbildung und die Praxis gleichermaßen stärkt.

 

Wie kann Ihre Rolle als KPP dazu beitragen, die Qualität der Pflege zu verbessern?

 

Ein wesentlicher Beitrag liegt darin, aktuelles theoretisches Fachwissen direkt in die Praxis zu bringen. Gleichzeitig haben Studierende die Möglichkeit, pflegerische Maßnahmen in einem begleiteten Rahmen so umzusetzen, wie sie es in der Ausbildung gelernt haben. Dafür braucht es Zeit, Anleitung und Reflexion. Die Zeit für die Reflexion und Dokumentation von durchgeführten Pflegesituationen und Interventionen mit den Auszubildenden/Studierenden ist oft zu kurz gekommen und genau hier setzt die KPP einen Schwerpunkt.

So wird Wissen nicht nur vermittelt, sondern auch bewusst in den Alltag übersetzt. Das stärkt die Qualität der Pflege und sorgt dafür, dass theoretische Grundlagen in der Praxis präsent bleiben und immer wieder aufgegriffen werden.

 

Welche (positiven) Auswirkungen hat das für Patient:innen?

 

Für Patient:innen bedeutet das vor allem mehr Zeit und mehr Aufmerksamkeit. Wenn ein Klinischer Pflegepädagoge gemeinsam mit einem Studierenden eine kleinere Gruppe von Patienten:innen betreut, können pflegerische Situationen intensiver begleitet werden.

Das ermöglicht einen fokussierten Blick auf die Krankengeschichte, auf individuelle Bedürfnisse und auf persönliche Anliegen. Patient:innen profitieren dadurch von einer Betreuung, die nicht nur fachlich fundiert, sondern auch besonders aufmerksam und ganzheitlich ist.

 

Wie profitieren Studierende davon, dass jemand ihre Ausbildung direkt mit der Praxis im Krankenhaus verbindet?

 

Viele theoretische Inhalte wirken im Unterricht zunächst abstrakt. In der Praxis zeigt sich dann, wie sie tatsächlich angewendet werden können. Genau hier liegt ein großer Vorteil: Studierende können unter Begleitung und Anleitung ausprobieren, üben, Fragen stellen, Wiederholungen durchführen und die Verbindung zwischen Theorie und Praxis aktiv herstellen.

Diese Form der Begleitung gibt Sicherheit. Zu wissen, dass während eines Dienstes jemand da ist, der ansprechbar ist, Rückmeldung gibt und bei der Durchführung von Tätigkeiten unterstützt, ist für viele Studierende sehr wertvoll.

 

Welche Fähigkeiten sind aus Ihrer Sicht besonders wichtig, damit Studierende den Übergang von der Ausbildung in den Berufsalltag gut schaffen?

 

Ein zentraler Punkt ist die Selbstreflexion. Damit meine ich die Fähigkeit, das eigene Handeln zu reflektieren: Was ist gut gelungen? Wo kann ich mich verbessern? Wo bin ich vielleicht von dem abgewichen, was ich gelernt habe? Ist mein Wissen noch State of the Art? Diese Reflexion auf unterschiedlichen Ebenen ist wichtig, um sich fachlich weiterzuentwickeln, aber auch, um Selbstvertrauen aufzubauen.

Ebenso wichtig sind Empathie und Verständnis – sowohl gegenüber Patient:innen als auch gegenüber Kolleg:innen und auch im interprofessionellen Team. Und schließlich braucht es auch Resilienz, denn der Übergang von der Ausbildung in die volle berufliche Verantwortung ist eine große Herausforderung.

 

Warum ist dieser Übergang oft so anspruchsvoll?

 

Weil man plötzlich selbst die volle Verantwortung trägt. Während der Ausbildung ist man immer in Begleitung einer erfahrenen Pflegekraft tätig. Nach dem Berufseinstieg verändert sich das. Diese Verantwortung bewusst zu erleben – aber in einem sicheren und begleiteten Rahmen – ist eines der zentralen Ziele der klinischen Pflegepädagogik. Studierende sollen diesen Übergang nicht als Bruch erleben, sondern als Entwicklungsschritt, auf den sie gut vorbereitet werden.

 

Wie wird sich die Pflegeausbildung Ihrer Meinung nach in den nächsten Jahren verändern?

 

Ich denke, dass vor allem Simulationen weiter ein Mosaikstein in der Ausbildung sein werden. Im Vergleich zu meiner eigenen Ausbildung hat sich hier bereits sehr viel verändert. Simulationen sind heute deutlich realistischer, technischer und vielseitiger geworden. Wichtig dabei ist aber, den Blick auf die Patient:innen nicht zu verlieren.

Wir profitieren hier auch von der Kooperation mit der Hochschule Campus Wien, die über moderne Simulationsräume verfügt. Dort können unterschiedliche Settings realitätsnah abgebildet werden – von einer Überwachungsstation bis hin zum häuslichen Umfeld in der Hauskrankenpflege. Solche Simulationen werden von Studierenden sehr positiv aufgenommen, weil sie praxisnahe Erfahrungen in einem geschützten Rahmen ermöglichen.

Darüber hinaus werden auch technologische Hilfsmittel wie Virtual Reality in Zukunft eine stärkere Rolle spielen. Damit lassen sich Szenarien und komplexe Situationen noch immersiver darstellen. Auch Künstliche Intelligenz wird die Ausbildung künftig begleiten können – nicht als Ersatz, sondern als sinnvolle Unterstützung. Hier steckt sicherlich noch viel Potenzial.

 

Eine Frage zum Abschluss: Was macht für Sie gute Pflege aus?

 

Für mich ist Pflege eine empathische, evidenzinformierte Pflege mit einer persönlichen Note. Jeder Mensch bringt seinen eigenen Charakter mit in die Arbeit ein – manche mit Humor, andere mit Ruhe oder besonderer Klarheit. Das ist wertvoll und wichtig.

Entscheidend ist für mich, dass Pflege fachlich fundiert, evidenzbasiert und gleichzeitig menschlich ist. Gute Pflege bedeutet, sich auf Patient:innen einzulassen, ihre Bedürfnisse wahrzunehmen und sie auf empathische Weise zu begleiten.

 

Herr Mayrl, vielen Dank für das Gespräch und alles Gute für Ihre Rolle als Klinischer Pflegepädagoge bei den Barmherzigen Brüder in Wien.

Vielen Dank.

 

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