Wenn jede Minute zählt Brandalarm im Krankenhaus: So wird Sicherheit trainiert
Brandalarm, dichter Rauch, Atemschutztrupps im Einsatz: In der neuen Endoskopie des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder St. Veit/Glan probten Mitarbeitende des Spitals und rund 65 Feuerwehrkamerad:innen aus der umliegenden Region gemeinsam den Ernstfall – mit einem Ziel: Patient:innen schnell und sicher aus dem Gefahrenbereich zu bringen.
Angenommen wurde ein Brand nach einem technischen Defekt mit extremer Rauchentwicklung. Dabei mussten Patient:innen in unterschiedlicher Verfassung – darunter auch beatmete Personen – rasch und sicher evakuiert werden. Beteiligt waren Mitarbeitende aus Pflege und Medizin sowie die Katastrophenschutz- und Brandschutzverantwortlichen des Hauses. Die Freiwilligen Feuerwehren St. Veit/Glan, St. Donat, Hörzendorf/Projern, Obermühlbach-Schaumboden sowie Treffelsdorf rückten mit rund 65 Kamerad:innen zur Übung aus.

Sicherheit entsteht nicht erst im Ernstfall. Sie beginnt mit guter Vorbereitung, klaren Abläufen und gemeinsamem Training.
Ernstfall in der Endoskopie – zum Glück nur eine Übung
Bereits rund 15 Minuten nach Auslösung des Brandalarms waren die Einsatzkräfte vor Ort. Atemschutztrupps und technische Maßnahmen wie die Druckbelüftung kamen zum Einsatz, während parallel die Evakuierung organisiert wurde. „Solche Übungen zeigen uns sehr konkret, ob die Abläufe auch unter Zeitdruck funktionieren. Gleichzeitig sehen wir, wo wir noch präziser und schneller werden können – genau dafür trainieren wir“, schildert Prim. Priv.-Doz. Dr. Michael Zink, FESAIC, Katastrophenschutzbeauftragter und Vorstand der Abteilung für Anästhesiologie und Intensivmedizin.
Wenn der Alarm losgeht, muss jeder Handgriff sitzen
Die Bilanz fiel positiv aus: Alle Personen konnten rasch in Sicherheit gebracht werden, das Zusammenspiel zwischen Feuerwehr und Krankenhaus funktionierte sehr gut. Ein konkretes Learning aus der Nachbesprechung betrifft die Kommunikation zwischen Feuerwehr-Einsatzleitung und medizinischer Einsatzleitung. Künftig soll ein Feuerwehrkamerad direkt dem medizinischen Erstchef zugeordnet werden, damit relevante Informationen noch schneller zusammenlaufen. „Im Ernstfall müssen Feuerwehr und Krankenhaus wie ein Team handeln. Genau dieses Zusammenspiel können wir bei solchen Übungen unter möglichst realistischen Bedingungen trainieren und weiter verbessern“, betont Elias Popek, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr St. Veit/Glan.
Ein besonderes Zeichen setzte der gemeinsame Abschluss: Elias Popek überreichte eine Darstellung des Heiligen Florian, des Schutzpatrons der Feuerwehr, für das Krankenhaus und die neuen Endoskopie-Räumlichkeiten. Entgegengenommen wurde sie stellvertretend von Prim. Priv.-Doz. Dr. Michael Zink und dem Brandschutzbeauftragten vom Technischen Dienst Markus Kienberger.

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