Patientensicherheitstag: Sicherheit von Beginn an
In diesem Jahr rückt die Geburtenstation des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder St. Veit/Glan besonders in den Fokus. Hier legt man großen Wert darauf, Sicherheit, Vertrauen und Verantwortung von Anfang an zu fördern.
Heute am 17. September 2025 findet der „Internationale Tag der Patientensicherheit“ statt – in diesem Jahr unter dem Motto: „Patientensicherheit von Kind an – eine Investition fürs Leben“.
Das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder St. Veit/Glan engagiert sich erneut bei der globalen WHO-Kampagne 2025, organisiert vom Aktionsbündnis Patientensicherheit. Ziel ist es, das Bewusstsein für die Bedeutung einer sicheren Versorgung in allen Lebensphasen zu stärken. Am 17. September von 9 bis 12 Uhr lädt das Organisationsteam Besucher:innen, Mitarbeitende und Patient:innen dazu ein, sich umfassend über die Themen der Patientensicherheit und insbesondere über Maßnahmen für eine sichere Betreuung von Anfang an zu informieren.
Sicherer Start ins Leben
Jährlich erblicken im Schnitt 600 Kinder in Kärntens drittgrößter Geburtenstation das Licht der Welt. Bereits frühzeitig erfolgt der Kontakt mit den werdenden Eltern im Rahmen der
Hebammensprechstunde oder bei Ambulanzterminen. Das Thema Sicherheit für Mutter und Kind ist bereits während der Schwangerschaft ein zentraler Fokus für Ärzt:innen und Pflegekräfte auf der Geburtenstation. Später – bei der Geburt und im ersten Lebensjahr – setzen wir alles daran, höchstmöglichen Schutz und Fürsorge zu gewährleisten.
„Der Start ins Leben ist der wichtigste erste Schritt“, betont Prim. Dr. Freydun Ronaghi, MBA, Vorstand der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe. „Als Geburtenstation wissen wir um den Wert jedes einzelnen Lebens. Unser Team übt regelmäßig den Ernstfall anhand von Simulatoren – in enger Zusammenarbeit mit den Fachbereichen Anästhesie, Intensivmedizin und Pädiatrie – um die Sicherheit von Mutter und Kind zu gewährleisten. Für solche Ausnahmefälle ist auf unserer Geburtenstation modernstes Notfall- und Reanimations-Equipment für Säuglinge bereit, falls bei der Geburt Anpassungsschwierigkeiten auftreten. Zudem führen wir regelmäßig interdisziplinäre Schulungen durch, damit das Pflege- und Ärzteteam im Notfall bestmöglich vorbereitet ist“, erklärt Prim. Dr. Ronaghi, MBA.
Engagement für Mutter und Kind in jeder Situation
Unser Ziel ist es, jedem Kind einen sicheren Start ins Leben zu ermöglichen – unabhängig von der jeweiligen Situation. „In kritischen Situationen unterstützen wir die Option der anonymen Geburt, auch mit dem Blick auf die Gesundheit der Mutter. Die anonyme Geburt bietet die Möglichkeit, in einem geschützten Rahmen die Geburt zu erleben, was medizinisch und emotional entlastend wirkt“, betont Prim. Dr. Ronaghi und ergänzt. „Der tragische Babyleichen-Fund im Sommer im Europapark zeigt, wie wichtig es ist, diese sichere Alternative zu haben.“


Reanimationsgerät für Neugeborene: Modernes Equipment für die sofortige Versorgung bei Anpassungsschwierigkeiten nach der Geburt. Mit Hilfe einer Simulationspuppe wird der Ernstfall regelmäßig geübt
Ein sichtbares Zeichen für mehr Sicherheit
Als Ausdruck des Engagements für Patientensicherheit setzt das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder St. Veit ein klares Zeichen: Von 16. bis 18. September wird der Kirchturm des Krankenhauses orange beleuchtet. Dieses öffentliche Signal steht für mehr Sicherheit, Vertrauen und Verantwortungsbewusstsein.

Weitere Informationen zum Tag der Patientensicherheit finden Sie unter:
• tag-der-patientensicherheit.de
• plattform-patientensicherheit.at
• WHO-Kampagnenmaterialien