Wundambulanz

Patienten mit chronischen Wunden fühlen sich häufig als Menschen am Rande der Gesellschaft. Als chronische Wunden werden Wunden bezeichnet, welche länger als 6 Wochen bestehen und trotz adäquater Therapie keine Heilungstendenz zeigen.

 

Um eine soziale Isolation zu vermeiden, muss eine maßgeschneiderte Patientenversorgung durch genaue Anamnese, Ursachenerhebung, korrekte Wunddokumentation bzw. -versorgung und entsprechende Ernährungsberatung erfolgen.

 

Die Wundambulanzen der Krankenhäuser der Barmherzigen Brüder St. Veit/Glan und das Elisabethinen-Krankenhaus Klagenfurt stellen sich der fordernden Aufgabe, diese Patienten umfassend zu betreuen.

 

Aufgrund des zunehmenden Lebensalters der Bevölkerung und der Multimorbidität, wie z. B.: Adipositas, Diabetes mellitus, Durchblutungsstörungen, ist der Anteil der Patienten mit chronischen Wunden sehr hoch. Daher ist es wichtig, dass die Patienten im Sinne des modernen Wundmanagements ganzheitlich begleitet werden.

 

Die Behandlung von Patienten mit chronischen Wunden erfolgt durch ein Team, das auf Grund der speziellen, sich ergänzenden Fachkompetenzen interprofessionell und interdisziplinär agiert.

 

Es wird eine genaue Ursachenerhebung und in weiterer Folge eine adäquate Wundversorgung, sowie eine ganzheitliche Therapie (Behandlung von Komorbiditäten, Aufklärung, Ernährung, Versorgung, sozialmedizinische Hilfestellung, etc.) angestrebt.

 

Wichtige Voraussetzungen hierfür sind der enge Kontakt und die Zusammenarbeit mit Partnern und Organisationen außerhalb des Krankenhauses, da Patienten oft zum Beispiel einer weiterführenden Diagnostik (wie MRT, Gefäßambulanz, Phlebographie, Orthopädietechniker, ...) zugeführt werden müssen.

 

Kontaktaufnahme und Vorstellung in den Wundambulanzen erfolgt über Terminvereinbarungen für Montag, Mittwoch und Freitag.

 

Es sollten Patienten mit folgenden Diagnosen zugewiesen werden:

  • Dekubitus Grad 3 und 4
  • Ulcus cruris
  • Postoperative Wundheilungsstörungen (länger als 6 Wochen bestehend!)
  • Chronische Wunden
  • Diabetisches Fußsyndrom
  • Palliative Wundversorgung

 

In den Wundambulanzen erfolgt eine genaue Dokumentation mittels Wundprotokoll. Von diesem können die durchgeführten und empfohlenen Untersuchungen sowie die Wundtherapie entnommen werden. Zusätzlich werden begleitende Fotos der Wunden im entsprechenden Intervall angefertigt.

 

Nach Festlegen eines adäquaten Behandlungskonzeptes wird den Patienten ein Verordnungsschein oder ein Rezept mit genauer Wunddefinition, Wundbeschreibung, Produktauswahl, Verbandwechselintervall und Stückzahl ausgestellt.

Eine schriftliche Empfehlung des Verbandwechsels und der nächsten Kontrolltermine wird in der Wundambulanzkarte vermerkt und/oder das Wundprotokoll ausgedruckt und/oder mitgegeben und/oder gefaxt.

 

Dadurch werden teure Verbandstoffe gezielt und indikationsgerecht eingesetzt, wodurch eine deutliche Kostenreduktion resultiert.

 

Nahrungsergänzungsmittel werden mittels Folder empfohlen. Auch erhalten die Patienten zusätzliche Informationen über eine angepasste Ernährung, bzw. kann die Diätologin hinzugezogen werden.

Im Einzelfall und bei Bedarf wird der Kontakt zum sozialen Dienst  hergestellt.

 

Ziel ist es, dass die weitere Betreuung in erster Linie durch den Patienten selbst bzw. durch die Angehörigen, den niedergelassenen Arzt, die mobile externe Pflege entsprechend dem Wundmanagementvorschlag durchgeführt werden kann, um den weiteren Verbleib des Patienten in seinem gewohnten sozialen Umfeld zu ermöglichen.

 

Österreichische Ordensprovinz des Hospitalordens des heiligen Johannes von Gott
Taborstraße 16
1020 Wien

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    (1495-1550)

 

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