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Kloster auf Zeit
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Das Bild zeigt das Breve 'Etsi pro debito' von Papst Sixtus V.

1586: Als die Barmherzigen Brüder zum Orden wurden

Vor 440 Jahren erhob Papst Sixtus V. die Gemein­schaft der Barm­her­zi­gen Brüder offi­ziell zum Orden. Mit dem päpst­lichen Schrei­ben Etsi pro debito vom 1. Ok­to­ber 1586 stellte er wich­tige Wei­chen für ihre wei­tere Ent­wick­lung. Ein Blick auf diesen Meilen­stein der Ordens­ge­schich­te.

Am 1. Oktober 1586 veröffentlichte Papst Sixtus V. das Breve "Etsi pro debito" und erhob damit die Gemein­schaft der Barmherzigen Brüder zum Orden. 440 Jahre später erinnert dieses Ereignis an eine entscheidende Etappe in der Entwicklung des Hospitalordens.

 

 

Ein Generalkapitel stellt die Weichen

Mit dem päpstlichen Schreiben erhielten die Brüder zugleich die Erlaubnis, erstmals ein Generalkapitel abzuhalten. Bereits im Juni 1587 kamen sie dazu im Kranken­haus auf der Tiberinsel in Rom zusammen. Dort wurden wichtige Grundlagen für die weitere Entwick­lung und Organisation des jungen Ordens gelegt. Das Generalkapitel erhielt die Befugnis, die beiden Ordensprovinzen Spanien und Italien zu errichten, einen General­oberen zu wählen, Hausobere zu ernennen und die ersten Konstitutionen auszuarbeiten. Zum Generaloberen wurde Frater Pedro Soriano gewählt. Die Konstitutionen sollten künftig das gemeinschaftliche Leben und Wirken der Brüder regeln.

 

 

Das Bild zeigt das Breve 'Etsi pro debito' von Papst Sixtus V.

Ausschnitt aus dem Breve "Etsi pro debito", das Papst Sixtus V. am 1. Oktober 1586 veröffentlichte.

 

 

Die eigene Geschichte als Orientierung

Die Erinnerung an diese Ereignisse ist weit mehr als ein Blick in die Vergangenheit. Sie hilft, die Identität des Ordens und seine Entwicklung besser zu verstehen. Denn seine Geschichte wurde von Menschen geprägt, die Entscheidungen treffen, Schwierigkeiten überwinden und immer wieder neue Wege finden mussten, um ihrem Auftrag gerecht zu werden. Ihre Erfahrungen und Überzeugungen sind Teil eines gemeinsamen Erbes. Sie zeigen, wie die Brüder das Charisma der Hospitalität über Jahrhunderte hinweg unter unterschiedlichen gesellschaftlichen und kirchlichen Bedingungen gelebt und weiterentwickelt haben.

 

 

Ein Auftrag, der lebendig bleibt

440 Jahre nach dem päpstlichen Schreiben Etsi pro debito geht es deshalb nicht allein darum, ein historisches Ereignis in Erinnerung zu rufen. Vielmehr lädt dieser Jahrestag dazu ein, sich der eigenen Wurzeln bewusst zu werden und zu fragen, was sie für die Gegenwart und Zukunft bedeuten. Denn die Geschichte des Ordens ist keine abgeschlos­sene Vergangenheit. Sie lebt überall dort weiter, wo Menschen im Geist des heiligen Johannes von Gott für andere da sind. Das Erbe der Hospitalität zu bewahren bedeutet deshalb auch, es immer wieder neu in die jeweilige Zeit zu übersetzen.

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