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Kloster auf Zeit
Inhalt:
Das Bild zeigt eine Buchreihe.
Gemeinsam leben – verbindlich handeln
Ordensregel, Konstitutionen und Generalstatuten

Ordensregel, Konstitutionen und Generalstatuten

 

Das Leben der Barmherzigen Brüder wird von gemeinsamen Überzeugungen, einer gemeinsamen Spiritualität und verbindlichen Regeln getragen. Sie geben Orientierung für das Leben in Gemeinschaft, die geistliche Entwicklung, den Dienst am Menschen und die Leitung des Ordens.

Neben dem allgemeinen Recht der katholischen Kirche besitzt der Hospitalorden ein eigenes Regelwerk. Besonders wichtig sind dabei drei Texte: die Ordensregel des heiligen Augustinus, die Konstitutionen sowie
die Generalstatuten.

Warum ein Orden Regeln braucht

 

Ordensregeln sind mehr als nur Vorschriften für das Zusammenleben. Sie helfen einer Ordensgemeinschaft, ihre Berufung und ihr Charisma über Generationen hinweg lebendig zu halten.

 

Für die Barmherzigen Brüder bedeutet das, dass die Regeln dazu beitragen sollen, die Hospitalität nach dem Vorbild des heiligen Johannes von Gott zu leben, im Gebet und in der Gemeinschaft ebenso wie im Dienst an kranken, bedürftigen und verletzlichen Menschen.

 

Die Regeln schaffen Verbindlichkeit und geben zugleich einen Rahmen vor, innerhalb dessen der Orden auf neue Herausforderungen und die Bedürfnisse der jeweiligen Zeit reagieren kann.

 

 

Drei Texte prägen unser Ordensleben

 

Die Regel des heiligen Augustinus

 

Da sich der heilige Johannes von Gott selbst nicht als Gründer eines Ordens verstand, hinterließ er seinen Wegbegleitern keine eigene Ordensregel. Nach seinem Tod entstand aus einer gelebten Haltung eine Gemeinschaft, die sich zum Hospitalorden entwickelte. Um das gemeinsame Leben zu regeln und die ursprüngliche Idee lebendig zu halten, übernahmen die Barmherzigen Brüder die Ordensregel des heiligen Augustinus.

 

Diese legt besonderen Wert auf die Liebe zu Gott und zum Nächsten, das Leben in Gemeinschaft, gemeinsames Gebet, einen verantwortungsvollen Umgang mit Besitz, gegenseitige Rücksichtnahme, Demut und Versöhnung. Ein zentraler Gedanke der Augustinusregel ist das gemeinsame Leben „ein Herz und eine Seele auf Gott hin“. Bis heute bildet sie eine geistliche Grundlage des Lebens der Barmherzigen Brüder.

Zur Ordensregel des heiligen Augustinus

 

 

Die Konstitutionen

 

Die Konstitutionen sind das grundlegende Regelwerk unseres Ordens.

 

Sie beschreiben, was es bedeutet, Barmherziger Bruder zu sein, und regeln die wesentlichen Bereiche des Ordenslebens: das Charisma der Hospitalität, die Gelübde, das Leben in Gemeinschaft, die Ausbildung der Brüder, die Leitung des Ordens und die Treue zur Berufung. Damit verbinden die Konstitutionen geistliche Grundsätze mit verbindlichen Regelungen. Sie geben dem Orden Orientierung und tragen dazu bei, seine Identität und seine Sendung zu bewahren.

Zu den Konstitutionen

 

 

Die Generalstatuten

 

Die Generalstatuten konkretisieren die Konstitutionen.

 

Sie enthalten ausführlichere Regelungen für das Leben und die Organisation des Ordens und beschreiben, wie die in den Konstitutionen festgelegten Grundsätze in der Praxis umgesetzt werden. Dazu gehören beispielsweise Bestimmungen über das Gemeinschaftsleben, die Ausbildung der Brüder, Aufgaben und Zuständigkeiten innerhalb des Ordens sowie die Leitung von Konventen, Provinzen sowie des Gesamtordens.

Zu den Generalstatuten

 

 

Was bedeutet „Eigenrecht”?

 

Neben dem allgemeinen Kirchenrecht besitzt jede Ordensgemeinschaft eigene Regeln und Bestimmungen. Diese werden als Eigenrecht des Ordens bezeichnet.

 

Bei den Barmherzigen Brüdern gehören dazu insbesondere die Konstitutionen und Generalstatuten sowie weitere ordensinterne Regelungen und Beschlüsse. Das Eigenrecht berücksichtigt die besondere Geschichte, Spiritualität und Sendung des Hospitalordens. Es schafft einen verbindlichen Rahmen dafür, wie die Brüder ihre Berufung und das Charisma der Hospitalität gemeinsam leben.

 

 

Regeln im Dienst der Hospitalität

 

Für die Barmherzigen Brüder sind Regeln kein Selbstzweck. Sie sollen dabei helfen, das zu bewahren und immer wieder neu zu verwirklichen, was den Orden seit seinen Anfängen prägt: die Hospitalität. In den Regelwerken des Ordens verbinden sich deshalb geistliches Leben, Gemeinschaft, Verantwortung und Dienst am Menschen.

 

Die konkrete Form dieses Dienstes kann sich den Herausforderungen einer Zeit entsprechend verändern. Der grundlegende Auftrag, Menschen nach dem Vorbild des heiligen Johannes von Gott mit Würde, Aufmerksamkeit und Barmherzigkeit zu begegnen, bleibt jedoch derselbe.

Mehr über die Strukturen unseres Ordens

 

Ordensleitung

Wie der weltweite Hospitalorden geführt wird.

Provinzleitung

Wie die Ordensprovinz Europa Mitte organisiert und geleitet wird.

Statistik

Zahlen zu Brüdern, Provinzen und Einrichtungen weltweit.

Das Bild ist ein Link zur Seite 'Lexikon'.

Lexikon

Begriffe aus Ordensleben und Organisation verständlich erklärt.

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