Donnerstag 21. Februar 2019

Wirkungsweise der Therapie

 

Bei der gebärmuttererhaltenden Therapie wird ein fokussierter Ultraschallimpuls zielgenau auf ein Myom gerichtet und zerstört durch Hitze das Myomgewebe (Thermoablation).

 

Diese, in Europa und auch in USA zugelassene, Methode ist seit 2004 im Einsatz. Weltweit wurden bisher tausende Patientinnen behandelt. Dieses Verfahren ist nicht-invasiv, d. h. es erfolgt kein operativer Eingriff mit Hautschnitt. Das im Untersuchungstisch eingebaute Ultraschallgerät (MRgFUS bzw. MR-HIFU) wird von einem Radiologen gesteuert und über die Magnetresonanztomographie (MRT) ständig überwacht. Der Ultraschall wird gebündelt und erzeugt in diesem Fokus Hitze unter Aussparung des umgebenden Gewebes.

 

Unser MR-Gerät mit Patientenliege, in welcher der HIFU eingebettet ist.

 

Unser MR-Gerät mit Patientenliege, in welcher der HIFU eingebettet ist – hier mit einer kleinen "Treppe". 

 

Steuerung und Beobachtung während der HIFU-Behandlung auf Monitoren    

 

Prinzip des fokussierten Ultraschalls (copyright: Philips) 

 

 

MR-Kontrolle während HIFU-Behandlung mit gelb eingezeichneten Zellen innerhalb des Myoms

 

Die Behandlung ist organerhaltend, nicht-invasiv, kann einige Stunden dauern und unter Umständen ambulant erfolgen. Das Ziel der Methode ist die Beseitigung oder Verminderung Myom-bedingter Beschwerden bei den betroffenen Frauen. Eine vollständige Rückbildung der Myome ist eher nicht zu erwarten.

 

Prinzipiell kann die Methode für Frauen im gebärfähigen Alter (18 bis 59 Jahre) vor der Menopause eingesetzt werden. Nach der Therapie wird der Behandlungserfolg mehrfach mit Ultraschall bzw. MRT kontrolliert.

 

  

MR-Bilder vor (linkes und mittleres Bild) zeigt ein großes Gebärmuttermyom. Unmittelbar nach der MR-gesteuerten HIFU-Behandlung (rechtes Bild) ist das Myom zentral nicht mehr durchblutet (dunkel dargestellt) 

 

Darstellung:
https://www.barmherzige-brueder.at/