Seit 25 Jahren Neuhauser Mittelpunkt
Bereits 1955 wurde durch Kriegsheimkehrer eine Dorfkapelle an derselben Stelle errichtet, als Dank an die Mutter Gottes für ihre Heimkehr. Da das Gebäude baufällig war, wurde im Jahr 2000 beschlossen, die Kapelle abzureißen und eine neue zu bauen. Walter Obermeier war damals der Bauleiter. Den Kontakt zu den Barmherzigen Brüdern für die Mitfinanzierung stellte der damalige Stadtrat Willi Sturm (CSU) her. Auch die Stadt Nittenau stellte ebenfalls finanzielle Mittel zur Verfügung. Die Fenster der Kapelle, eine Spende der Barmherzigen Brüder, zeigen Stationen aus dem Leben von Eustachius Kugler.
Alle drei Bürgermeister von Nittenau feierten das Jubiläum
Beim feierlichen Kirchenzug vom Gasthaus Fuchs bis zur Kapelle waren auch die kirchlichen Vereine aus Nittenau mit einer Fahnenabordnung dabei. Zudem nahmen alle drei Bürgermeister von Nittenau und einige Stadträte teil. Musikalisch umrahmt wurde die gesamte Feier von der Stadtkapelle Nittenau unter der Leitung von Thomas Maibauer.
Den Gottesdienst um 10 Uhr vor der Kapelle zelebrierten Stadtpfarrer Holger Kruschina, Pater Thomas Väth, 2. Provinzialrat der Barmherzigen Brüder, und Diakon Werner Szörenyi, Pastoralrat der Barmherzigen Brüder. Von den Vereinen waren das Landvolk, die Kolpingfamilie, der Kapellenverein Muckenbach sowie der Frauenbund Nittenau anwesend. Viele Gäste waren auch aus den Einrichtungen der Barmherzigen Brüder in Reichenbach und Straubing gekommen.
Musikalisch wurde der Gottesdienst mit der Schubert-Messe gestaltet, die alle mitsingen konnten. Bei der Predigt ging Stadtpfarrer Holger Kruschina auf den Sinn des Lebens ein. Frater Eustachius Kugler habe diesen darin gesehen, den Menschen zu helfen. Ein Sinn und ein Dorfmittelpunkt sei auch die Kapelle, die ihm zu Ehren errichtet wurde. Das Ziel sei Jesus, und die Kapelle zeige, „wo das wahre Herz schlägt“.
Nach dem Gottesdienst fand vor dem Festzelt ein kleiner Stehempfang statt. Nach dem Mittagessen begrüßte Organisatorin Evi Kugler alle Gäste. Sie blickte auf den Bau der Kapelle und die inzwischen erfolgten Renovierungsarbeiten zurück und würdigte die damaligen Impulsgeber für den Neubau. Vor sechs Jahren wurde die Innenrenovierung angegangen und vor dem Jubiläum bekam die Kapelle einen neuen Außenanstrich. Kugler würdigte Erika Mühln, die sich seit 25 Jahren um die Anpflanzung vor der Kapelle kümmert und Mesnerin Sonja Krautbauer mit Blumen.
Der Pater lobte den guten Zustand der Kapelle und Außenanlagen, er persönlich sei auch immer gerne hier. Auch Gäste aus dem Ausland seien oft beeindruckt. Für Bürgermeister Benjamin Boml (FW) sei das Jubiläum mehr als nur 25 Jahre Eustachius-Kapelle. „Es zeigt den Zusammenhalt im Dorf, dass man gemeinsam ein großes Ziel erreichen kann“.
In der Freizeit sei in 4000 Arbeitsstunden das Gebäude errichtet worden und auch nach „einem Vierteljahrhundert ist das Engagement ungebrochen, das ist in der heutigen oberflächlichen Zeit nicht selbstverständlich“. Die Kapelle sei der Dorfmittelpunkt. Zum Abschluss würdigte Obermeier die Organisatorin Kugler.