Reliquie der seligen Bódi Mária Magdolna in der Kapelle in Budapest
Bódi Mária Magdolna, die in Ungarn als junge Märtyrerin verehrt wird, gilt besonders für junge Menschen als Vorbild eines mutigen und gelebten Glaubens. Ihr Leben war geprägt von tiefer Christusverbundenheit, Einsatzbereitschaft und dem Vertrauen darauf, dass der Glaube auch in schwierigen Zeiten Kraft schenkt.
Im Mittelpunkt der Feier stand die Dankbarkeit für ihr Lebenszeugnis. Erzbischof György Udvardy von Veszprém betonte, dass die Verehrung der Seligen besonders unter jungen Menschen rasch wachse. Er deutete ihr Leben aus dem Glauben an die Auferstehung Christi: Ihr „Geheimnis“ sei gewesen, dass sie aus der Überzeugung lebte: Jesus Christus lebt. Aus diesem Glauben heraus habe sie Kraft für Gebet, Dienst, Gemeinschaft und ihre Treue bis zum Martyrium geschöpft.
Das neue Gemälde stammt von Atlasz Gábor. Es zeigt Bódi Mária Magdolna nicht nur mit klassischen Symbolen der Heiligkeit und des Martyriums, wie Lilie und Märtyrerpalme, sondern auch mit einem Fahrrad. Dieses Motiv verweist auf die Initiative „Tekerj Magdival“ — „Radle mit Magdi“ —, die Fahrradpilgern, Gemeinschaft und Spiritualität miteinander verbindet. Besonders junge Menschen sollen dadurch mit dem Glaubenszeugnis der Seligen in Berührung kommen und ermutigt werden, Christus im eigenen Leben nachzufolgen.
Mit der Reliquie ist in Budapest zugleich der erste Hauptstadt-Treffpunkt der Bewegung „Tekerj Magdival“ entstanden. Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, dort innezuhalten, das Beispiel Bódi Mária Magdolnas zu betrachten und ihre Fürsprache zu erbitten. Darüber hinaus wurde angekündigt, dass in der Balaton-Region ein thematischer Fahrrad-Pilgerweg entstehen soll, der wichtige Orte im Leben Bódi Mária Magdolnas verbindet.
Die Barmherzigen Brüder freuen sich, dass ihre Kapelle nun ein besonderer Ort ist, an dem das Glaubenszeugnis dieser jungen Seligen weiterwirken kann — als Ermutigung zu einem Leben aus dem Evangelium, im Vertrauen auf Christus und im Dienst am Nächsten. Die Feier endete mit einer Agape und Gesprächen mit Mitgliedern der „Tekerj Magdival“-Gemeinschaft.
Bilder: Fotó: Gieszer Richárd; Veszprémi Főegyházmegye
Textbasis: Presseagentur der ungarischen Bischofskonferenz