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Eröffnung des Krankenhauses in Budapest

Das traditionsreiche Haus verbindet nun die vollkommen sanierte historische Bausubstanz mit modernster medizinischer sowie pflegerischer Infrastruktur, erweiterten Versorgungskapazitäten mit einem ganzheitlichen Zugang zur Behandlung und Begleitung von Patient:innen.

Mit dem Abschluss der umfassenden Renovierung und Erweiterung wurde ein zentrales Gesundheitsprojekt in der ungarischen Hauptstadt fertiggestellt. Im Rahmen einer feierlichen Zeremonie wurde das Krankenhaus am 26. März 2026 in Anwesenheit von Provinzial Rudolf Knopp, Weihbischof Gábor Mohos und Péter Takács, Staats­sekretär für Gesundheit, eröffnet.

 

 

Traditionsreiches Schwerpunktkrankenhaus

Das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Budapest blickt auf eine mehr als zweihundertjährige Geschichte zurück. Das Haus wurde 1806 gegründet und zählt heute zu den bedeutendsten Einrichtungen des Gesundheits­wesens in Budapest. Jährlich werden dort rund 350.000 Patient:innen stationär und ambulant betreut. Für ihre Versorgung stehen 484 Betten, 40 Ambulanzen, 120 Ärztinnen und Ärzte sowie 450 Pflegekräfte zur Verfügung.

 

Das Krankenhaus hat neun Akut-Abteilungen (Innere Medizin, Allergo- / Immunologie, Chirurgie, HNO, Orthopädie, Urologie, Rheumatologie, Anästhesie und Intensivmedizin, Kardiologie) sowie fünf Langzeit-Abteilungen (Innere Medizin, Rheuma Rehabilitation I und II, Chirurgie-Rehabilitation und Orthopädie-Rehabilitation). Das Krankenhaus versteht seine Arbeit als ganzheitlichen Dienst am Menschen und verbindet medizinische Behandlung, Pflege, Prävention und Begleitung.

 

Das nun abgeschlossene Entwicklungsprojekt umfasste drei Hauptgebäudeteile mit einer Gesamtfläche von 36.345 Quadratmetern. Das sanierte und denkmal­geschützte Gebäude „A“ dient weiterhin Krankenhaus­abteilungen und Ambulanzen. Das neu errichtete Zentralgebäude „B“ umfasst unter anderem Operationsbereiche, Intensivstation, Radiologie mit CT und MRT, die Zentralsterilisation sowie weitere Ambulanzen. Der ebenfalls neu errichtete Bauteil „C“ beherbergt Bettenstationen, das Zentrallabor, Versorgungs­einheiten, eine Tiefgarage und die Küche.

 

 

Impressionen von der Feier

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Umfassende Erneuerung

Der Gesamtwert der Investition belief sich auf nahezu 40 Milliarden Forint, das entspricht rund 100 Millionen Euro. Rund ein Viertel der Gesamtsumme wurden vom Orden selbst finanziert. Mit dem Projekt wurden wesentliche infrastrukturelle und medizinisch-technische Verbesserungen umgesetzt. Für den operativen Bereich stehen nun sieben moderne Operationssäle zur Verfügung. Die Patientenversorgung wird durch neue CT- und MRT-Technologie unterstützt; darüber hinaus wurden zahlreiche medizinische und informationstechnologische Geräte angeschafft.

 

Neben dem Ausbau zentraler medizinisch und pflegerischer Funktionsbereiche wurde auch die historische Bausubstanz umfassend weiterentwickelt. Das neugotische Hauptgebäude erhielt seine architektonische Qualität zurück, ein denkmal­geschützter Gebäudeteil wurde saniert und das Krankenhaus um zwei große Zubauten erweitert. Damit verbindet das Haus heute seine gewachsene Geschichte mit einer modernen, leistungsfähigen medizinischen Infrastruktur.

 

 

Feierliche Eröffnung

Im Rahmen der feierlichen Übergabe würdigte Zsolt Tari, Gesamtleiter der Barmherzigen Brüder Ungarn, die Bedeutung dieses Tages für das Krankenhaus und für den Orden der Barmherzigen Brüder. Er stellte das Ereignis in eine historische Kontinuität und erinnerte ausdrücklich an den vor rund eineinhalb Jahren verstorbenen Pater Imre Kozma, der die Entwicklung des Hauses nachhaltig geprägt habe. In seiner Ansprache betonte Tari, dass im Krankenhaus „die Ehrfurcht vor der Vergangenheit, der Dienst an der Gegenwart und das Versprechen der Zukunft“ zugleich präsent seien.

 

Besonders hervorgehoben wurde bei der Feier, dass die Patient:innenversorgung während der gesamten achtjährigen Bauphase ununterbrochen aufrecht­er­halten werden konnte. Dies sei vor allem dem außeror­dentlichen Engagement der Mitarbeitenden zu ver­danken. Ihnen gelte daher besonderer Dank. Die Krankenhausgemeinschaft habe in dieser Zeit eindrucks­voll bewiesen, mit welcher Verlässlichkeit, fachlichen Qualität und Haltung sie ihren Dienst an den Patientinnen und Patienten auch unter schwierigen Rahmenbedingungen fortgesetzt habe.

 

Rudolf Knopp, Provinzial der Ordensprovinz Europa Mitte der Barmherzigen Brüder, erinnerte in seiner Rede daran, dass Pater Imre Kozma mit Weitsicht, Mut und Vertrauen erkannt habe, dass nur durch Ausbau und Erneuerung eine zeitgemäße, moderne und zukunftsorientierte Versorgung gesichert werden könne. Mit der neuen Struktur des Krankenhauses seien nun diese Voraussetzungen für einen modernen Kranken­haus­betrieb geschaffen worden. Zugleich unterstrich er, dass dieses Vorhaben nur dank des gemeinsamen Einsatzes des Ordens, der Mitarbeitenden und der erheblichen staatlichen Unterstützung möglich gewesen sei. Für die Patientinnen und Patienten bedeute die Übergabe des erneuerten Krankenhauses einen unmittelbaren Gewinn an Qualität, Infrastruktur und Versorgungsmöglichkeiten.

 

 

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Auch Péter Takács, Staatssekretär für Gesundheit im ungarischen Innenministerium, würdigte in seiner Ansprache die Leistungen der Mitarbeitenden des Hauses. Weiters hob er die hohe fachliche Qualität sowie die christliche Spiritualität hervor, die das Krankenhaus prägten. Eine Krankenhaus­moderni­sierung bei laufendem Betrieb verlange nicht nur sorgfältige bauliche und technische Vorbereitung, sondern auch eine außergewöhnlich präzise Organisation der Versorgung der Patient:innen. Gerade deshalb sei die Leistung der Krankenhausgemeinschaft besonders hervorzuheben.

 

Im Rahmen der Feier wurde zudem eine Gedenktafel für Pater Imre Kozma enthüllt. Das erneuerte Gebäude wurde von Gábor Mohos, Weihbischof der Erzdiözese Esztergom-Budapest, gesegnet. Die Übergabe stand damit nicht nur für den Abschluss eines bedeutenden Bau- und Modernisierungsprojekts, sondern auch für die sichtbare Fortführung eines Auftrags, der im Geist der Hospitalität und im Dienst am Menschen steht.

 

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