„Wir brauchen Sie unbedingt“
„15 der Absolventinnen und Absolventen starten ihre berufliche Karriere in unterschiedlichen Bereichen in unserem Haus“, freute sich Klinikums-Geschäftsführer Daniel Albus bei der Examensfeier am Donnerstagnachmittag im Klinikums-Foyer.
„Wir brauchen Ihren Mut, die Pflege neu zu denken“
Der Feier war ein Gottesdienst vorausgegangen, den Krankenhaus-Seelsorger Hermann Berger hielt. Er gratulierte den Pflegefachkräften und Krankenpflegehelfern dazu, einen anspruchsvollen Beruf gewählt zu haben, „der Sie mit Jesus immer wieder in einzigartiger Weise in Berührung bringt“. Denn „was ihr dem geringsten meiner Brüder getan habt, das habt ihr mir getan“, bezog sich Berger auf das Matthäus-Evangelium. „Wir brauchen Sie unbedingt“, wandte sich Albus an die 15 künftigen Mitarbeiter des Klinikums. „Sie sind die Zukunft für eine bessere, modernere und interdisziplinäre Gesundheitsversorgung.“ Es sei wichtig, die Pflege neu zu denken. „Dazu brauchen wir Ihren Mut.“
KI kann die Pflege nicht ersetzen, aber leichter machen
Dass der Mensch Akteur seiner eigenen Entwicklung sei, zeige sich bei der Examensfeier, sagte Schulleiterin Carina Schütz und wünschte den Pflegefachkräften und Krankenpflegehelfern, sich stets weiterzuentwickeln. In Bezug auf die Heilige Elisabeth gab Frater Sebastian Fritsch den Absolventen mit auf den Weg: „Mögen Sie für Ihre Patienten eine Rose sein.“ Von einem „guten Tag für die Pflege“ sprach Pflegedirektor Hubert Langmantl, da er mit Abschluss der Ausbildung viele neue Kollegen gewinne. Die aktuelle Frage, ob Künstliche Intelligenz den Pflegeberuf ersetzen kann, verneinte Langmantl: „Wir sind in einem Beruf, der sich vor der KI nicht fürchten muss. Uns wird es immer brauchen.“ KI werde die Empathie-Fähigkeit eines Menschen nicht erreichen. Aber er hoffe, dass KI künftig beispielsweise die Dokumentation übernehme und den Pflegeberuf leichter mache.

Die examinierten Pflegefachfrauen und -männer zusammen mit Klinikums-Geschäftsführer Daniel Albus (hinten), Schulleiterin Carina Schütz (vorne Mitte), Frater Sebastian Fritsch (vorne links) und den Kursleiterinnen Hedwig Zimmermann und Anette Lerach.
Patienten erinnern sich, ob jemand Zeit hatte
Die neugierige Gruppe der Krankenpflegehelfer (KPH) habe sich während der Ausbildung enorm weiterentwickelt, betonte Praxisanleiterin Katrin Broschinsky. Den Absolventen des dreijährigen Kurses 23/26 wünschte sie: „Bewahrt euch eure Menschlichkeit.“ Sie hätten sich auf einen Beruf eingelassen, der Menschen in ihren verletzlichsten Momenten begegne, unterstrichen Nikola Gegenfurtner, Kursleiterin KPH, und Hedwig Zimmermann, Kursleiterin Kurs 23/26. Vielleicht erinnerten sich Patienten später nicht mehr an die Namen ihrer Pfleger, aber sie erinnern sich daran, wie sie sich gefühlt haben. Ob jemand da war, ob jemand Zeit hatte, ob jemand sie ernst genommen hat. „Genau das ist Pflege.“

Die neuen Krankenpflegehelferinnen und -helfer zusammen mit Klinikums-Geschäftsführer Daniel Albus (hinten), den Kursleiterinnen Nikola Gegenfurtner (vorne links) und Karin Brunner (vorne 2.v.r.) sowie Frater Sebastian Fritsch (rechts).
Die Freude an diesem besonderen Beruf bewahren
Sie sollten sich die Freude an diesem besonderen Beruf bewahren, wünschten die Klassensprecher des Kurses 23/26 Sebastian Richter und Jessica Zerveisz den Absolventen. Sie konnten es kaum glauben, trotz einiger Herausforderungen die Ausbildung zu Krankenpflegehelfern geschafft zu haben, waren sich die Klassensprecher Nicole Erben und Marion Widmann einig: „Wir haben das Ding gerockt.“ Als Höhepunkt der Feier überreichten Hedwig Zimmermann, Kursleiterin Anette Lerach und Kursleiterin Nikola Gegenfurtner die Zeugnisse und kleine Geschenke. Die ehemalige Kursleiterin Raphaela Wild verteilte Broschen mit der Heiligen Elisabeth. Für die besten Krankenpflegehelferinnen Janina Asen und Marina Stadler und die besten Pflegefachfrauen Pia Ebner und Carola Pöschl gab es extra Auszeichnungen. Stimmungsvoll umrahmt wurde die Feier von Roland Brunner am Klavier. Unter den Gästen war auch Reinhard Böckl, Vorsitzender des Landesausschusses für Berufsbildung Bayern.
Berufsfachschule für Pflege und Krankenpflegehilfe am Klinikum St. Elisabeth in Straubing