UNSERE OrdensWERTE
Unser Orden hat fünf Grundwerte. Diese Werte werden in allen Ländern der Welt, in denen der Orden präsent ist, geteilt.
Unser Orden hat fünf Grundwerte. Diese Werte werden in allen Ländern der Welt, in denen der Orden präsent ist, geteilt.
Die Brüder, ihre Mitarbeitenden (Angestellte, Freiwillige und Wohltäter) tragen daher gemeinsam die Verantwortung für die Umsetzung und das Leben der Werte, wo immer das Charisma des heiligen Johannes von Gott im Alltag gelebt wird.

... ist unser zentraler Wert, das Charisma des Ordens und das Wesen seiner Einrichtungen. Dieser Wert fördert eine ganzheitliche und menschenwürdige Betreuung, die sich an den vier anderen Leitwerten orientiert: Qualität, Respekt, Verantwortung und Spiritualität.
Der Wert der Hospitalität, der gelebten Gastfreundschaft, ist uns wichtig, weil wir so eine ganzheitliche und menschenwürdige Betreuung bieten können. Dabei richten wir uns auch nach vier anderen Leitwerten aus: Qualität, Respekt, Verantwortung und Spiritualität.
Die Hospitaltität sagt uns, dass wir andere so nehmen sollen, wie sie sind. Wir sollen freundlich und großzügig sein, immer offen und auf die Bedürfnisse der Menschen eingehen. So können wir ihr Wohlbefinden und ihre Gesundheit fördern.
Im Orden können wir von einer Kultur der Gastfreundschaft sprechen, die von der Hospitalfamilie, also den Brüdern und ihren Mitarbeitenden (Angestellte, Ehrenamtliche und Wohltäter), gelebt wird.

... bedeutet für uns "Gutes zu tun und es gut tun!"
Wir legen größten Wert auf Qualität, denn nur so können wir gut arbeiten. Sie ist das Fundament unserer Dienstleistungen und unseres Managements. Sie geht weit über die technische oder handwerkliche Qualität einer Tätigkeit hinaus. Qualität bedeutet für uns, im täglichen Dienst für die Menschen höchste Ansprüche zu stellen, Verantwortung zu übernehmen und die uns anvertrauten Menschen ganzheitlich zu begleiten – im Geist des heiligen Johannes von Gott.
Dieser Anspruch zeigt sich in Exzellenz, Professionalität und einem sensiblen Blick für neue Bedürfnisse. Er umfasst die Bereitstellung der notwendigen technischen, menschlichen und spirituellen Mittel ebenso wie die ständige Suche nach Verbesserungen und neuen Behandlungs- und Betreuungsformen.
Unsere engagierten Mitarbeitenden setzen diese Handlungsmaxime mit ihren fachlichen und persönlichen Kompetenzen in die Tat um. Durch sie erhält Qualität ein Gesicht. Gemeinsam mit den Brüdern, den Ehrenamtlichen und den Wohltätern bilden sie eine Dienstgemeinschaft. In dieser Gemeinschaft bedeutet Qualität, einander mit Respekt und Verantwortung zu begegnen.
Wir legen dabei nicht nur großen Wert auf die anvertrauten Menschen, sondern auch auf die Menschen, die diesen so wichtigen Dienst leisten. Wir legen großen Wert auf Arbeitssicherheit, Familienfreundlichkeit, Weiterbildungsmöglichkeiten und eine angemessene Vergütung.
Wir setzen uns dafür ein, dass transparente Strukturen und klare Abläufe für Qualität sorgen. Sie bilden die Grundlage für ein zeitgemäßes, vorausschauendes Management. Damit wir immer auf dem neuesten Stand sind, lassen wir uns regelmäßig von externen Zertifizierungen prüfen. Denn Qualität ist ein Prozess fortlaufender Weiterentwicklung.

... soll uns helfen, den Anderen zu verstehen und ein Klima des Vertrauens zu schaffen, das uns letztlich zu besseren Fachleuten und Kolleg:innen macht.
Respekt und Menschenwürde gehören untrennbar zusammen. Respekt bedeutet, die Würde jedes Menschen anzuerkennen und jede Person mit Verständnis, Toleranz und Wertschätzung zu begegnen. Unabhängig von Herkunft, Religion, Alter, Geschlecht oder Lebenssituation.
Im Mittelpunkt unseres Handelns steht der kranke, hilfsbedürftige oder zu betreuende Mensch, der sich häufig in einer Situation besonderer Verletzlichkeit befindet. Gerade in den Bereichen, in denen die Barmherzigen Brüder tätig sind, begegnen die Mitarbeitenden in Krankenhäusern, Einrichtungen für Menschen mit Behinderung, Senioren- und Pflegeheimen, Hospizen oder in der Obdachlosenhilfe immer wieder Menschen mit Krankheiten, Behinderungen oder Verhaltensweisen, die durch die jeweilige Situation bedingt sind. Respekt bedeutet, den anderen Menschen zu verstehen, auf seine Bedürfnisse einzugehen, geeignete Handlungsstrategien zu entwickeln und eventuell auch Angehörige einzubeziehen. So können sich die anvertrauten Menschen auch in ihrer jeweiligen Situtation gesehen, ernst genommen und wertgeschätzt fühlen.
Respekt gründet in einer ganzheitlichen Sichtweise des Menschen. Er trägt dazu bei, Betreuung und Begleitung menschlicher zu gestalten und ein Klima des Vertrauens zu schaffen. Ein wichtiger Punkt ist dabei auch die Förderung sozialer Gerechtigkeit, der Bürger- und Menschenrechte. Ganz besonders am Herzen liegt uns außerdem, wenn gewünscht, die Einbeziehung der Familien der betreuten Menschen.
Respektvoll handeln kann auf Dauer nur, wer selbst respektvoll behandelt wird. Deshalb ist Respekt auch ein wesentlicher Bestandteil kollegialer Zusammenarbeit. Vertrauen, Ehrlichkeit und gegenseitige Akzeptanz bilden die Grundlage unseres Miteinanders. Unterschiedliche Auffassungen müssen offen angesprochen werden dürfen, und jeder Berufsgruppe ist die gleiche Wertschätzung entgegenzubringen.
Respekt bedeutet in der täglichen Arbeit auch, achtsam mit den Grenzen der Belastbarkeit umzugehen – sowohl der uns anvertrauten Menschen als auch der Mitarbeitenden. Respekt ist ein wichtiger Baustein, um einander besser zu verstehen, verantwortungsvoll zu handeln und dadurch bessere Fachleute und Kolleginnen und Kollegen zu werden.

... ist die lebendige Beziehung eines Menschen zu dem, was sein Leben trägt und erfreut. Sie lebt und entfaltet sich im Einzelnen und in der Gemeinschaft.
Spiritualität ist jene Dimension, aus der heraus Menschen Sinn erfahren, deuten und ausdrücken. Sie eröffnet den Blick auf das, was über das Alltägliche hinausweist, und steht zugleich in enger Verbindung mit den persönlichen Werten und Überzeugungen eines Menschen.
Wir unterstützen unsere Mitmenschen darin, ihre Spiritualität zu entdecken, zu leben und zu vertiefen. Dies geschieht durch spirituelle und religiöse Begleitung, die allen anvertrauten Menschen, ihren Angehörigen, den Mitarbeitenden, ehrenamtlich Tätigen sowie allen Interessierten offensteht. Dabei bewahren wir unsere katholische Identität, begegnen aber zugleich allen Glaubensrichtungen sowie agnostischen und atheistischen Weltanschauungen mit Offenheit, Achtung und Respekt.
An verschiedenen Orten und in vielfältigen Formaten laden wir ein, Kraftquellen für das eigene Leben zu suchen. Diese Impulse können helfen, achtsam mit sich selbst und anderen umzugehen – im privaten Leben ebenso wie im Arbeitsalltag. Spiritualität kann Orientierung geben, innere Stärke fördern und dazu beitragen, Konflikte sowie belastende Situationen besser zu bewältigen.
So verstanden ist Spiritualität kein Zusatz zum täglichen Dienst, sondern eine wesentliche Quelle der Hospitalität. Sie schenkt Tiefe, stärkt das Miteinander und hilft, den Menschen in seiner Ganzheit wahrzunehmen.

... heißt, zu seinem Arbeitsauftrag zu stehen. Sich den übertragenen Aufgaben jeden Tag zu stellen. Und sie mit konstant hohem Anspruch an Qualität zu erfüllen.
Verantwortung ist ein Wert und zugleich ein moralischer Anspruch. Sie bedeutet, die Folgen des eigenen Handelns bewusst wahrzunehmen, in Ruhe zu überdenken und danach zu handeln – mit ganz viel Engagement, Gewissenhaftigkeit und dem Blick für das Ganze.
Für uns ist Verantwortung eng verbunden mit der Treue zu den Idealen des heiligen Johannes von Gott und des Ordens. Sie zeigt sich in ethischem Handeln, in Bioethik, Sozialethik und Managementethik, im Einsatz für Umwelt- und Klimaschutz, in nachhaltigem Wirtschaften sowie in sozialer Verantwortung. Dazu gehören Gerechtigkeit, eine gerechte Verteilung der Ressourcen und das Eintreten für jene Menschen, die benachteiligt, schwach, krank oder auf Hilfe und Assistenz angewiesen sind.
Die Menschen in unseren Einrichtungen vertrauen darauf, dass die Mitarbeitenden nach bestem Wissen und Gewissen handeln, konzentriert arbeiten und ihren Dienst engagiert tun. Verantwortung bedeutet daher auch, fachlich aufmerksam zu bleiben, neue Entwicklungen in den jeweiligen Arbeitsbereichen zu verfolgen und Betreuungs- und Behandlungsangebote laufend weiterzuentwickeln, damit sie den Bedürfnissen der uns anvertrauten Menschen bestmöglich entsprechen.
Verantwortung bedeutet auch, sich mit ganzem Herzen für die Rechte hilfsbedürftiger Menschen einzusetzen – und zwar sowohl im persönlichen Umfeld als auch in der Gesellschaft und in der Politik. Es bedeutet, seine eigenen Grenzen zu kennen, rechtzeitig Hilfe zu holen und achtsam mit den eigenen Kräften sowie mit den verfügbaren Ressourcen umzugehen.
Nachhaltig zu arbeiten bedeutet, Verantwortung zu übernehmen: für die Menschen, für die Dienstgemeinschaft, für die Umwelt und für die Zukunft.
Wir wissen die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, sehr zu schätzen. Dies gilt sowohl für unsere haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden sowie alle, die sich in den Einrichtungen der Barmherzigen Brüder engagieren.