Augenheilkunde

Maculaforamen

Loch im Zentrum der Macula

Liegt eine Verbindung zwischen Glaskörper und Macula (vitreoretinale Adhärenz) vor, so kann dies durch Bewegung des Augapfels zu Zerrungen an der Macula führen. In der Folge kann sich in mehreren Schritten ein Maculaloch bilden und damit die Sehleistung bis zum Verlust des Lesevermögens herabsetzen. Außerdem können Bildverzerrungen (Metamorphopsien) auftreten. So ein idiopathisches Maculaforamen tritt bei etwa 33 von 10.000 Menschen im Alter über 55 Jahren auf. Frauen sind im Vergleich zu Männern etwa zwei- bis dreimal häufiger betroffen.

Die Häufigkeit einer Lochbildung am Partnerauge liegt bei bis zu 30 %. In vielen Fällen kann ein mikrochirurgischer Eingriff (Vitrektomie) als einzige Therapie ein Fortschreiten der Erkrankung verhindern. Dabei wird der Glaskörper aus dem Auge entfernt und durch Flüssigkeit ersetzt. Die in machen Fällen vorhandenen Membranen im Bereich des Maculaforamen werden gleichzeitig entfernt.


Entfernung des Glaskörpers und der inneren Membran bei Maculaforamen  
   
Darstellung des Maculaforamens mittels OCT (Optische Kohärenztomographie)  

 


 

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