Gottesdienste

Jeden 1. Sonntag im Monat 08.00 Uhr heilige Messe

Jeden Sonntag 10.30 Uhr Gottesdienst der rumänisch-katholischen Gemeinde

Die Vierzehn Nothelferkirche

 

Als barockes Kleinod darf die anmutige Kirche gelten - ein Juwel, 1680 von Johann Anton II. Joseph von Eggenberg als Votivkirche (Ex voto) vor der Pestgefahr erbaut, 1684 oder 1686 fertiggestellt. Die Säulenvorhalle kam im neunzehnten Jahrhundert hinzu. Die Vierzehn Nothelferkirche wurde am 3. März 1949 durch eine Schenkung an den Orden der Barmherzigen Brüder übertragen, noch im gleichen Jahr erhielt der Turm drei Glocken.

 

Das schmucke Äußere in seiner ansprechenden Farbgestaltung geht auf ein grundlegendes und umfassendes Renovierungsvorhaben zurück, welches man 1985 begonnen hatte, im Rahmen dessen die Vorhalle winterfest, alte Anbauten durch einen Zubau als Seitenkapelle und Sakristei erstetzt, die gesamte Inneneinrichtung und der Volksaltar neu gestaltet wurden, eine Bodenheizung für den Kirchenbereich installiert wurde, wie der krankenhausseitige Vorplatz neue und ansprechende Gestaltung fand (Architekt Emo Meister, Graz).

Am 4. Juli 1986 wurde die Weihe vorgenommen.

 

                                             

 

Vom Spital kommend, bietet sich dem Besucher ein besonders schöner Blick auf die Vierzehn Nothelferkirche mit ihrem viergeschoßigen Turm, die Turmuhr mit schmiedeeisernem, durchbrochenem Ziffernblatt, darüber das charakteristische Zwiebeldach. Davor das heitere Ensemble des neu gestalteten Vorplatzes mit dreistrahligem Springbrunnen. Dem Halbkreis der vier Stufen folgend befinden wir uns am Nordportal der Kirche, rechts davon in der Nische des neu gestalteten Zubaues ein Terrakottakruzifix von W. Gösser, signiert, datiert 1946.

 

Den nördlichen Eingang flankieren zwei Statuen, der Hl. Florian und der Hl. Richard, aus der Werkstätte des Philipp Jakob Straub, einer Stiftung (1770) von Richard Seebacher, 1950 aus dem Krankenhaus der Barmherzigen Brüder hier postiert. Die geöffneten Türflügel geben den Blick auf eine Pietà aus der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrunderts, aus dem Umkreis des Jakob Gschiel, frei.

 

                                                    

 

Wir wenden uns nach links, der Südseite zu, dem Weg folgend, nach dem Halbrund der Kapelle in einer Nische der Hl. Georg. Dann erreichen wir die im neunzehnten Jahrhundert errichtete verglaste Vorhalle, über derem flachen Dach sich wieder in mit reichem Stuck verzierten Nischen die Statuen zweier Bischöfe und eines Papstes befinden. Darüber, am steilen Giebeldach herausragend, die farbigen Ziergiebelskulpturen des Hl. Sebastian (links), des Hl. Rochus (rechts), sie flankieren die Immaculata. Diese Skulpturengruppe aus der Werkstätte des Andreas Marx wird Simon Pfundner zugeschrieben, datiertend um 1686.  Ein besonders guter Blick auf diese Darstellung ist von der Bergstraße und dem Nohelferweg möglich.

 

Betreten wir die lichtdurchflutete Vorhalle, so finden wir wiederum in Nischen rechts vom nunmehr südseitigen Eingang den Hl. Antonius, links den Hl. Johannes der Täufer, über dem Eingang aber, liegend dargestellt, die Hl. Rosalia, als Pestpatronin daran erinnernd, daß diese Kirche eine Votivgabe aufgrund eines Pestgelübdes durch das fürstliche Haus Eggenberg war. Dementsprechend auch die Wappenkartusche der Eggenberger über diesem Eingang, in dessen Schmiedeeisengitter die ehemalige Kommunionbank sinnhafte Verwendung fand.

 

Hier, im weihevollen Inneren, dominiert das Hochaltargemälde der Immaculata, geschaffen vom vielgerühmten fürstlich eggenbergischen Hofmaler Hans Adam Weissenkircher (1646-1695). Maria Immaculata mit der Sternenkrone über ihrem Haupte, die Siegerin über die Schlange, stehend auf dem Erdball, versehen mit dem Zepter der Himmelkönigin - ein bedeutendes Werk des bedeutenden Malers Weissenkircher - datiert und signiert H.A. Weissenkircher 1687, originalgerahmt.

 

In der östlichen Seitenkapelle das Altarblatt des Hl. Johannes von Gott  von Toni Hafner, 1950, darunter die spätgotische Pietà um 1520. Gegenüber in der westlichen Seitenkapelle das ehemalige Hochaltarblatt, die Vierzehn Nothelfer mit Jesus, zugeschrieben dem Umkreis des Johann Veit Hauckh um 1720. Darunter die beiden Schnitzwerke der Apostelfürsten Petrus und Paulus, zweites oder drittes Viertel des 18. Jahrhunderts. Unter der Empore, rechts vom Eingang, ein spätbarockes Kruzifix, zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts, gegenüber das Gemälde "Christus und Mater Dolorosa", Ende 17. Jh.

 

Die geschwungene Empore mit Stuccolustro-Brüstung zeigt das gemalte Allianzwappen Eggenberg-Sternberg. Die Kreuzwegbilder Toni Hafners zieren den Emporenaufgang. Die Ohrmuschelwerk-Stukkaturen am Gewölbe werden Alessandro Serenio zugeschrieben und stammen aus der Bauzeit, die Seccomalerei der Heiligen Dreifaltigkeit in Kartuschen über dem Hochaltar schuf Toni Hafner 1950.

 

Vom stimmungsvollen Inneren wenden wir uns in das zugebaute westliche Seitenschiff und dem Gang zur Turmkapelle, wo alle Vierzehn Nothelfer einzeln in Gemälden dargestellt sind, ihnen ist die Kirche geweiht. Im Laufe der Jahrhunderte wandten sich die Menschen immer wieder mit ihren Anliegen an spezielle Heilige um in ihren Nöten, Schwierigkeiten und Berdrohungen, Hilfe zu erfahren.

 

Folgende Heilige werden hier als die vierzehn Nothelfer dargestellt:  

 

Hl. Blasius, Hl. Georg, Hl. Achatius, Hl. Erasmus, Hl. Vitus, Hl. Margareta, Hl. Christophorus,

Hl. Pantaleon, Hl. Cyriacus, Hl. Aegidius, Hl. Eustachius, Hl. Dionysius, Hl. Katharina und Hl. Barbara.

 

Außer dem Hl. Aegidius sind alle eines Märtyrertodes gestorben.

 

Ebenso bewundern wir hier in diesem Seitenschiff eine bemerkenswerte Marienikone in Rocaillerahmen, 17./18. Jh., welche auf das Original in der Basilika Maria Maggiore zurückgeht, sowie eine bildnerische Darstellung "Maria im Ährenkleid", der Straßengler Gottesmutter nachempfunden.

 

In der Sakristei schließlich das Altarbild des Hl. Urban, 1680 - der auch die Kirchenspitze vergoldet ziert - welches den Schluß zuläßt, daß hier wohl früher Wein angebaut wurde. Weiters birgt die Sakristei das Gnadenbild "Maria Steinwurf" von Sasso, 1688, ein sehr berührendes Gnadenbild von besonders tiefer Mystik und Ausstrahlung, auch "Maria vom Blute" genannt - so bieten sich hier in der Vierzehn Nothelferkirche viele Wege des Gebetes, der Anbetung, über die heiligen Nothelfer, die Gottesmutter bis hin zum göttlichen Erlöser, zur Heiligsten Dreifaltigkeit.

 

Eine genauere Beschreibung der Nothelfer finden Sie in der Broschüre
"Das Herz befehle", eine Bild- und Textdokumentation von Augustin Baumgartner.

 

KH Barmherzige Brüder Graz
Standort Graz-Marschallgasse: Marschallgasse 12
8020 Graz
Telefon: 0043 316 7067-0
Standort Graz-Eggenberg: Bergstraße 27
8020 Graz
Telefon: 0043 316 5989-0
365 Zeugnisse
Der gelebten Gastfreundschaft

Das Foto zeigt das Logo Apotheke der Barmherzigen Brüder Graz.

 

Das Foto zeigt das Logo der Gehörlosenambulanz

Aktives Mitglied der

 

  • mail.png
  • facebook.png

Krankenhaus der Barmherzigen Brüder

Standort Marschallgasse:

Marschallgasse 12, 8020 Graz
Telefon: 0043 316 7067 0
Fax: 0043 316 7067 707

 

Standort Eggenberg:

Bergstraße 27, 8020 Graz

Telefon: 0043 316 5989 0

Fax: 0043 316 5989 25055

 

Rechtsträger:

Konvent der Barmherzigen Brüder Graz

Marschallgasse 12

8020 Graz

Darstellung: