Warum eine gute Durchblutung entscheidend ist
Wenn mangelnde Durchblutung die Heilung verhindert
Chronische Wunden entstehen häufig dann, wenn das betroffene Gewebe nicht ausreichend durchblutet wird. Sauerstoff, Nährstoffe und wichtige Abwehrzellen erreichen die Wunde nur eingeschränkt. Dadurch wird der natürliche Heilungsprozess deutlich verlangsamt.
„Eine gute Durchblutung ist entscheidend für jede Wundheilung. Wenn das Gewebe nicht ausreichend versorgt wird, kann selbst eine kleine Verletzung zu einer chronischen Wunde werden“, erklärt Erste Oberärztin der Allgemeinchirurgie Dr. Christiane Dreschl, MBA.
Von einer chronischen Wunde spricht man, wenn eine Verletzung innerhalb von vier bis sechs Wochen nicht abheilt. Besonders häufig betroffen sind ältere Menschen, Patient:innen mit Gefäßerkrankungen sowie Menschen mit Diabetes.
Durchblutungsstörungen bei Diabetes
Bei Menschen mit Diabetes können dauerhaft erhöhte Blutzuckerwerte Blutgefäße und Nerven schädigen. Dadurch verschlechtert sich die Durchblutung vor allem in den Füßen. Gleichzeitig kommt es häufig zu einem verminderten Schmerzempfinden, sodass kleine Verletzungen nicht sofort bemerkt werden.
„Viele Patient:innen spüren kleine Verletzungen gar nicht mehr. Gleichzeitig ist die Durchblutung eingeschränkt – dadurch heilen Wunden deutlich schlechter“, so Dreschl.
Gerade an den Füßen können sich deshalb aus kleinen Druckstellen, Blasen oder Hautrissen schwer heilende Wunden entwickeln.
Patient:innen in der Wundambulanz
In der Wundambulanz werden Patientinnen und Patienten behandelt, deren Wunden über längere Zeit nicht abheilen. Häufig liegt die Ursache in einer gestörten Durchblutung.
„Viele unserer Patient:innen der Wundambulanz kommen zu uns, weil ihre Wunden trotz Behandlung nicht heilen. Oft zeigt sich dabei, dass eine eingeschränkte Durchblutung die entscheidende Rolle spielt“, erklärt Dreschl.
Die Behandlung umfasst daher nicht nur die Versorgung der Wunde selbst. Ebenso wichtig ist die Abklärung der Durchblutung, um die Ursache der schlechten Heilung zu erkennen und gezielt zu behandeln.
„Sobald wir die Durchblutung gezielt untersuchen und behandeln, verbessert sich oft auch die Heilung der Wunde deutlich. Deshalb ist es so wichtig, nicht nur die Wunde selbst zu versorgen, sondern immer auch die Durchblutung im Blick zu haben“, so EOÄ Dreschl.
Früh erkennen und richtig handeln
Eine frühzeitige Diagnose kann entscheidend sein, um schwerwiegende Komplikationen zu verhindern. Warnzeichen können zum Beispiel kalte Füße, blasse Haut, Schmerzen beim Gehen oder Wunden sein, die über Wochen nicht heilen.
„Je früher Durchblutungsstörungen erkannt werden, desto besser können wir eingreifen
und die Heilung unterstützen“, betont Dreschl.
„Auch Veränderungen der Hautfarbe können ein Hinweis auf Durchblutungsstörungen sein. Wenn ein Bein oder der Fuß plötzlich bläulich erscheint oder sich stark verfärbt, sollte das unbedingt medizinisch abgeklärt werden“, erklärt die Chirurgin und Leiterin der Wundambulanz Dr. Christiane Dreschl, MBA.
Prävention und regelmäßige Kontrolle
Besonders Menschen mit Diabetes oder Gefäßerkrankungen sollten auf ihre Gefäßgesundheit achten und kleine Verletzungen ernst nehmen. Regelmäßige Kontrollen sowie eine gute Fußpflege können helfen, chronische Wunden zu vermeiden.
„Viele chronische Wunden lassen sich verhindern, wenn Durchblutungsstörungen früh erkannt und behandelt werden. Prävention und Aufklärung sind daher ein zentraler Bestandteil unserer Arbeit in der Wundambulanz“, so Dreschl.
Eine gute Durchblutung bleibt somit der Schlüssel zur Wundheilung – und ein entscheidender Faktor, um chronische Wunden und schwerwiegende Folgen für die Patient:innen zu vermeiden.
Einziges Wundzentrum in Österreich mit international anerkannten Auszeichnung
Das Wundzentrum am Elisabethinen-Krankenhaus wurde erfolgreich durch die European Wound Management Association (EWMA) re-zertifiziert und ist damit weiterhin das einzige Wundzentrum in Österreich mit dieser international anerkannten Auszeichnung.
Öffnungszeiten
Montag und Mittwoch
8:00 - 14:00 Uhr
Freitag 8:00 - 13:00 Uhr
Terminvereinbarung
Mo - Fr 9:00 - 13:30 Uhr:
Tel: + 43 (0) 463 / 5830 – 320
Erfüllung der UN Sustainable Development Goals (SDG)
Mit den Bemühungen rund um das Thema „Wundambulanz“ trägt das Elisabethinen-Krankenhaus Klagenfurt auch zu einem 3 der insgesamt 17 „Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen bis 2030“ (SDGs) bei. Diese definieren das Erreichen von globalen und nachhaltigen Zielen.

Ziel 3 Ein gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters gewährleisten und ihr Wohlergehen fördern

Ziel 4
Hochwertige Bildung
![]()
Ziel 17
Umsetzungsmittel stärken und die Globale Partnerschaft für nachhaltige Entwicklung mit neuem Leben erfüllen
