Garten der Biodiversität
Hier entsteht ein „Garten der Biodiversität“, der einerseits Ökosystemleistungen erfüllen wird, wie bei Starkregenfällen das Wasser in sich aufnehmen und an heißen Tagen wieder in Form von Verdunstungskälte (Evaporation) abgeben kann.
Andererseits werden diese neuen Grünräume durch die spezielle Pflanzenauswahl zahlreiche Insekten, Schmetterlinge und Vögel anziehen, da ausschließlich Wildpflanzen (=Pollinatoren/Bestäuberpflanzen) verwendet werden. Wildpflanzen bieten den Adulten-Insekten Nektar und den Raupen Futterpflanzen wie auch Überwinterungsquartiere. Hier wird eine jahrtausendalte Ko-Evolution zwischen der Tier- und Pflanzenwelt unterstützt.

Ausschnitt aus dem Bepflanzungsplan von DI Dagmar Wallgram vom Ingenieurbüro für Landschaftsplanung
Die bestehenden asphaltierten Flächen wurden komplett entsiegelt: für die neuen befahrbaren Flächen wurde ein teilweise versickerungsfähiger Belag eingesetzt, das überfließende Regenwasser versickert direkt in die neu gestalteten Wildstaudenbeete. D.h. das anfallende Regenwasser verbleibt in den Freiräumen, wird den Pflanzen zugeführt und steht der Evaporation zur Verfügung und belastet das Kanalsystem demnach nicht.
Bäume und Sträucher, wie die Blumenesche, Mehlbeere, Weißdorn, Rotdorn, Wacholder etc. bringen zusätzlich durch Beschattung noch Abkühlung in den Vorgarten des EKH.
Die transparente und lichtdurchflutete Architektur des neuen Zubaues wird in der Gestaltung der Freiräume aufgenommen. Eine malerische Wildstaudenbepflanzung in den Farben weiß-graugrün und rot wird vom April bis November Farbe in den Vorgarten bringen. 2340 Wildstauden finden hier ihr zukünftiges Habitat; etwa 900 weiß blühende Lavendelstöcke und Salbeipflanzen bilden die Begleitbepflanzung zu den rot blühenden Strauchrosen „Ile de Fleurs“ und „Burgundy Ice“, der Schafgarbe, Nelkwurz, Pfingstrose „Rubinschale“ und den Herbstastern. Weitere Wildstauden, wie die Wilde Karotte, die Rote Engelwurz, Roter Wiesenknopf werden in die Bepflanzung eingestreut. Akzente bilden der Weiße Zierlauch und Edeldistel-Sorten. Das Tautropfengras durchwirkt den inneren Wildstaudenkomplex und verleiht ihr einen wiesenartigen Charakter.

Weißer Salbei (links), die Rose "Ile de Fleurs" und Weißer Lavendel (rechts)
(Bilder von Rosen von Schultheis und Stauden Hofer)
Erfüllung der UN Sustainable Development Goals (SDG)
Mit den Bemühungen rund um das Thema „Neugestaltung Außenanlagen" trägt das Elisabethinen-Krankenhaus Klagenfurt auch zu 5 der insgesamt 17 „Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen bis 2030“ (SDGs) bei. Diese definieren das Erreichen von globalen und nachhaltigen Zielen.

Ziel 3 Ein gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters gewährleisten und ihr Wohlergehen fördern

Ziel 4
Hochwertige Bildung

Ziel 7 Zugang zu bezahlbarer, verlässlicher, nachhaltiger und moderner Energie für alle sichern

Ziel 9: Eine widerstandsfähige Infrastruktur aufbauen, breitenwirksame und nachhaltige Industrialisierung fördern und Innovationen unterstützen.

Ziel 11 Städte und Siedlungen inklusiv, sicher, widerstandsfähig und nachhaltig gestalten

Ziel 12 Nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster sicherstellen

Ziel 13 Umgehend Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen ergreifen.

Ziel 15 Landökosysteme schützen, wiederherstellen und ihre nachhaltige Nutzung fördern, Wälder nachhaltig bewirtschaften, Wüstenbildung bekämpfen, Bodendegradation beenden und umkehren und dem Verlust der biologischen Vielfalt ein Ende setzen

Ziel 17
Umsetzungsmittel stärken und die Globale Partnerschaft für nachhaltige Entwicklung mit neuem Leben erfüllen
