Alles im Blick: Studierende starten in die NTU 6.0
Ein Blick auf die Station zeigt sofort: Hier ist etwas anders. Mehr Bewegung, mehr Austausch, mehr Miteinander. Mit dem Start der „Nursing Training Unit Extended 6.0“ ist im Elisabethinen-Krankenhaus Klagenfurt spürbar neues Leben eingezogen.

Alles im Blick: Studierende verschiedener Gesundheitsberufe starten gemeinsam in die ‚Nursing Training Unit Extended 6.0‘ am Elisabethinen-Krankenhaus Klagenfurt
Studierende verschiedener Gesundheitsberufe arbeiten Seite an Seite, lernen voneinander und wachsen gemeinsam in ihre zukünftigen Rollen hinein – eng begleitet und in Kooperation mit der Fachhochschule Kärnten, die Theorie und Praxis auf besondere Weise verbindet.
Ein Team, ein Ziel: Lernen im echten Klinikalltag
Insgesamt 15 FH-Studierende gestalten für sechs Wochen den Stationsalltag aktiv mit. Mit dabei sind Bachelor-Studierende der Gesundheits- und Krankenpflege an der Fachhochschule Kärnten sowie eine Studierende der Ergotherapie und ein Medizinstudent, der das Klinisch-Praktische Jahr absolviert.
Die Lernstation wird in dieser Zeit zu einem besonderen Ort: organisiert, getragen und gelebt von den Studierenden selbst – mit fachlicher Unterstützung im Hintergrund.
Was schon beim Start auffällt: Hier möchte man nicht nebeneinander arbeiten, sondern miteinander. Es wird abgestimmt, nachgefragt, unterstützt – und auch gelacht.
FH-Studentin Sophie Anna Huber beschreibt es so: „Ich freue mich darauf das Praktikum gemeinsam mit anderen aus meinem Jahrgang zu machen. Man unterstützt sich gegenseitig – und lernt dabei viel.“
Verantwortung übernehmen – von Anfang an
Still zuschauen ist hier keine Option. Von Beginn an sind die Studierenden mitten im Geschehen: bei der Betreuung von Patient:innen, bei der Mobilisation oder in der täglichen Pflege.
Das theoretische Wissen bekommt plötzlich ein Gesicht – und Verantwortung wird erlebbar.
„Hier kann ich das Gelernte wirklich anwenden“, erzählt die Teilnehmerin Melanie Kogler. „Und es fühlt sich gut an, Schritt für Schritt mehr Verantwortung zu übernehmen.“
Auch KPJ-Student Florian Wienerroither, der bereits seit August des Vorjahres im Krankenhaus tätig ist, erlebt die Lernstation als besondere Herausforderung:
„Ich kenne viele Abläufe schon – aber hier ist man viel aktiver eingebunden. Man übernimmt Verantwortung und wächst als Teil des Teams noch einmal ganz anders hinein.“

Mitten im Geschehen: Studierende übernehmen auf der Lernstation aktiv Aufgaben im Stationsalltag und sammeln wertvolle Praxiserfahrung

Lernen, wo es zählt: Auf der Lernstation am Department für Akutgeriatrie und Remobilisation wächst aus Theorie echte Praxis – Schritt für Schritt.

Auch Organisation gehört dazu: Dokumentation und Abstimmung im Team sind fixer Bestandteil des Stationsalltags
Den Überblick behalten – gemeinsam stark
Neben der Arbeit am Patientenbett gehört auch die Organisation des Stationsalltags dazu: Dokumentation, Abstimmungen im Team und strukturierte Abläufe sind fixer Bestandteil des Projekts. Gerade hier zeigt sich die Stärke der Lernstation: Niemand ist auf sich allein gestellt. Herausforderungen werden gemeinsam gelöst, Wissen wird geteilt, und jede und jeder bringt sich ein. Ana Paulic bringt es auf den Punkt: „Man arbeitet eigenständig, aber nie allein. Das gibt Sicherheit und motiviert unglaublich.“
„Die Lernstation zeigt, wie moderne Ausbildung funktionieren kann: praxisnah, im Team und mit echter Verantwortung“, so Pflegedirektorin Silvia Lueger, MSc. „Man spürt, wie viel Motivation und Engagement die Studierenden mitbringen – das ist seit sechs Jahren eine Bereicherung für unser Haus.“
Lernen, das bleibt
Die „Nursing Training Unit – NTU“ wurde im Jahr 2020 erstmals am Elisabethinen-Krankenhaus Klagenfurt umgesetzt und seither kontinuierlich weiterentwickelt. Mittlerweile findet das Projekt bereits zum sechsten Mal statt und ist ein fixer Bestandteil moderner Ausbildung im Gesundheitsbereich.
„Wir investieren hier ganz bewusst in die Zukunft der Pflege. Die Lernstation zeigt, wie wichtig es ist, Ausbildung praxisnah zu gestalten und Studierende früh aktiv einzubinden“, ergänzt die Ausbildungsverantwortliche im EKH DGKP Simone Woschitz, PAL.
Die „NTU“ steht für ein innovatives Ausbildungskonzept, das praxisnahes Lernen, interdisziplinäre Zusammenarbeit und eigenverantwortliches Arbeiten miteinander verbindet.
Für die Studierenden sind es sechs intensive Wochen voller Eindrücke, Herausforderungen und persönlicher Entwicklung. Wochen, in denen sie nicht nur fachlich wachsen, sondern auch als Team zusammenfinden.
Die „Nursing Training Unit Extended 6.0“ läuft noch bis 17. Mai 2026 inkl. Reflexionsphase an der FH Kärnten. Den Abschluss bildet eine gemeinsame Veranstaltung mit Zertifikatsverleihung am 11. Mai 2026.
Erfüllung der UN Sustainable Development Goals (SDG)
Mit den Bemühungen rund um die "Nursing Training Unit Extended" trägt das Elisabethinen-Krankenhaus Klagenfurt auch zu 5 der insgesamt 17 „Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen bis 2030“ (SDGs) bei. Diese definieren das Erreichen von globalen und nachhaltigen Zielen.
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Ziel 3
Gesundheit und Wohlergehen
Ein gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters gewährleisten und ihr Wohlergehen fördern.
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Ziel 4
Hochwertige Bildung
Inklusive, gleichberechtigte und hochwertige Bildung gewährleisten und Möglichkeiten lebenslangen Lernens für alle fördern.
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Ziel 8
Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum
Dauerhaftes, breitenwirksames und nachhaltiges Wirtschaftswachstum, produktive Vollbeschäftigung und menschenwürdige Arbeit für alle fördern.
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Ziel 10
Weniger Ungleichheiten
Ungleichheit verringern – Ungleichheit in und zwischen Ländern verringern.
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Ziel 17
Partnerschaften zur Erreichung der Ziele
Umsetzungsmittel stärken und die Globale Partnerschaft für nachhaltige Entwicklung mit neuem Leben erfüllen
