18. Mai: Welttag der Gartentherapie: Preis für die „Gärten der Salutogenese“
Mit einem innovativen Projekt, das Natur, Gesundheit und Nachhaltigkeit auf besondere Weise verbindet, setzt das Elisabethinen-Krankenhaus Klagenfurt neue Maßstäbe im Gesundheitswesen. Für die „Gärten der Salutogenese“ wurde das Haus beim Österreichischen Kongress für Krankenhausmanagement mit dem Innovations- und Nachhaltigkeitspreis 2026 des Österreichischer Verband Grüner Krankenhäuser in der Kategorie „Österreich“ mit dem 3. Platz ausgezeichnet. Die gestalteten Grünräume zeigen eindrucksvoll, wie eng Umgebung und Wohlbefinden miteinander verknüpft sind – und machen das Krankenhaus zu einem Ort, an dem Gesundheit im wahrsten Sinne des Wortes Wurzeln schlägt.
Übergabe der Preise u.a. an die Vertreter des Elisabethinen-Krankenhauses Klagenfurt: Bei Mag. Dr. Elke Haber, MBA und Bernhard Miklautz herrscht Freude über den Innovations- und Nachhaltigkeitspreis 2026 in der Kategorie „Österreich“
Kraftorte für Patient:innen und Mitarbeitende
Doch was macht diese Gärten so besonders? Ein Krankenhaus ist nicht nur ein Ort der Diagnose und Therapie, sondern auch ein Raum der Hoffnung. Umso wichtiger sind Umgebungen, die Ruhe vermitteln und neue Kraft entstehen lassen. Genau hier setzen die „Gärten der Salutogenese“ an: Als bewusst gestaltete Rückzugsorte verbinden sie Natur, Kunst und Musik zu einem ganzheitlichen Erlebnis.
Grundlage des Konzepts ist der salutogenetische Ansatz, der darauf abzielt, Gesundheit zu fördern und persönliche Ressourcen zu stärken. In den vergangenen Jahren wurden die Außenanlagen des Hauses umfassend neu gestaltet.
Entstanden sind drei eigenständige Gartenräume: der Elisabeth Hof, der Rosengarten der Freude und der Garten der Dankbarkeit „Gratia“.
Der „Elisabeth Hof“ wurde von einer versiegelten Fläche zu einem lebendigen Innenhof entwickelt, der mit Stauden, Gräsern und Gehölzen über das Jahr hinweg wechselnde Blühbilder zeigt. Die naturnahe Gestaltung fördert nicht nur die Biodiversität, sondern schafft auch ein beruhigendes Mikroklima mitten im Krankenhaus. Für Patient:innen, Mitarbeitende und Besucher:innen ist er zu einem geschützten Ort zum Durchatmen und Verweilen geworden.
Der „Rosengarten der Freude“ verbindet historische Rosensorten mit klassischer Musik und schafft eine Atmosphäre, die Entspannung und Leichtigkeit fördert. Duft, Klang und Farben wirken hier bewusst zusammen und sprechen mehrere Sinne gleichzeitig an. So entsteht ein Ort, der emotionale Stabilität stärken und positive Erinnerungen wecken kann.
Im Garten der Dankbarkeit „Gratia“ laden heimische Pflanzen und ein Arzneipflanzengarten mit mehr als 100 Heilpflanzen zum Innehalten ein und machen das Zusammenspiel von Natur und Medizin sichtbar. Informationselemente vermitteln zusätzlich Wissen über die Wirkung der Pflanzen und schlagen eine Brücke zwischen traditioneller Heilkunde und moderner Medizin.
Nachhaltigkeit als Teil der Unternehmensstrategie
Das 1710 gegründete Ordenskrankenhaus verfolgt seit Jahren konsequent das Ziel eines „Green Hospital“. Nachhaltige Bauweise, Energieeffizienz und der verantwortungsvolle Umgang mit Ressourcen sind ebenso Teil dieser Strategie wie die Entwicklung gesundheitsfördernder Grünräume. Für dieses Engagement wurde das Haus mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit der „Goldenen Apis“, dem „klima:aktiv-Preis“, dem Klimaschutz-Award „Best Practice Award“, der „Goldenen Unke“ als auch beim „Kirchlichen Umweltpreis“.
Initiiert und betrieben wurde das Gärten-Projekt von Mag. Dr. Elke Haber, MBA, Kaufmännische Direktorin und CSR-Managerin, die gemeinsam mit der Landschaftsarchitektin DI Dagmar Wallgram die Neugestaltung des Geländes rund um das Krankenhaus vorangetrieben hat.
„Wir verstehen Gesundheit ganzheitlich. Dazu gehört auch eine Umgebung, die Ruhe vermittelt und Ressourcen stärkt. Unsere Gärten sind bewusst so gestaltet, dass sie Menschen in belastenden Situationen unterstützen können“, sagt Mag. Dr. Elke Haber, MBA.
Auch Bernhard Miklautz, Abfallbeauftragter, Mitglied des Umweltteams und zentrale Stütze in der Begleitung der Garten-Projekte, betont den nachhaltigen Ansatz: „Die Gärten stehen für unseren Anspruch, ökologische Verantwortung im Krankenhausalltag sichtbar zu machen. Sie verbinden Biodiversität und Aufenthaltsqualität der Menschen im Krankenhaus.“
Die Preisverleihung fand am 5. Mai 2026 im Rahmen des Kongresses in Eisenstadt statt, der diesjährig unter dem Motto „Für eine nachhaltige Patientenversorgung in bewegten Zeiten“ stand. Den Preis nahmen Mag. Dr. Elke Haber, MBA, und Bernhard Miklautz persönlich entgegen.
Für das Elisabethinen-Krankenhaus Klagenfurt ist es bereits die zweite Auszeichnung durch den ÖVGK: Schon 2024 wurde das Haus für seine freiwillige Nachhaltigkeitsberichterstattung ausgezeichnet.
Blick in die Zukunft: Biodiversität weiterdenken
Mit der Fertigstellung des neuen Biodiversitätsgartens setzt das Elisabethinen-Krankenhaus Klagenfurt einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung „Green Hospital“. Derzeit erfolgen noch letzte Feinschliffe, insbesondere im Außenbereich, wo großzügige, naturnahe Grünflächen den Eingangsbereich aufwerten und den nachhaltigen Anspruch des Hauses sichtbar machen.
Im Zuge der Umsetzung wurden versiegelte Flächen gezielt reduziert und durch wasserdurchlässige Materialien ersetzt. Statt eines klassischen Kies- oder Schottergartens entstand eine standortgerecht bepflanzte Grünfläche, die ökologischen und gestalterischen Ansprüchen gleichermaßen gerecht wird. Eine gezielt eingesetzte mineralische Mulchschicht dient dabei als Verdunstungsschutz und wird mit zunehmendem Pflanzenwachstum weitgehend überdeckt.
So erweitert der Biodiversitätsgarten die bestehenden „Gärten der Salutogenese“ um eine weitere Dimension – und stärkt konsequent das Zusammenspiel von Gesundheit, Natur und Nachhaltigkeit.

Mit Plan in die grüne Zukunft: Mag. Dr. Elke Haber, MBA, und Abfallbeauftragter Bernhard Miklautz im Austausch zur Weiterentwicklung der Krankenhausgärten
Erfüllung der UN Sustainable Development Goals (SDG)
Mit den Bemühungen rund um die „Gärten der Salutogenese“ trägt das Elisabethinen-Krankenhaus Klagenfurt auch zu 8 der insgesamt 17 „Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen bis 2030“ (SDGs) bei. Diese definieren das Erreichen von globalen und nachhaltigen Zielen.

Ziel 3 Ein gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters gewährleisten und ihr Wohlergehen fördern

Ziel 7 Zugang zu bezahlbarer, verlässlicher, nachhaltiger und moderner Energie für alle sichern

Ziel 9 Eine widerstandsfähige Infrastruktur aufbauen, breitenwirksame und nachhaltige Industrialisierung fördern und Innovationen unterstützen

Ziel 11 Städte und Siedlungen inklusiv, sicher, widerstandsfähig und nachhaltig gestalten

Ziel 12 Nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster sicherstellen

Ziel 13 Umgehend Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen ergreifen.

Ziel 15 Landökosysteme schützen, wiederherstellen und ihre nachhaltige Nutzung fördern, Wälder nachhaltig bewirtschaften, Wüstenbildung bekämpfen, Bodendegradation beenden und umkehren und dem Verlust der biologischen Vielfalt ein Ende setzen

Ziel 17 Umsetzungsmittel stärken und die Globale Partnerschaft für nachhaltige Entwicklung mit neuem Leben erfüllen
