Hernienchirurgie - Eingeweidebruchoperation

Eine Hernie (Eingeweidebruch) ist eine Ausstülpung des Bauchfells durch eine Lücke im Zwerchfell oder in der Bauchdecke.

 

Dabei können Fettgewebe oder Darmanteile durch die Bruchlücke aus dem Bauchraum austreten und im schlimmsten Fall auch einklemmen und zu einer Notfall-Operation führen.

 

   

Unsere Abteilung Hernienchirurgie nimmt an einer freiwilligen Qualitätsüberprüfung im Rahmen von HerniaMed teil. Teilnehmende PatientInnen werden hierbei regelmäßig befragt und im Bedarfsfall zu Kontrollen einbestellt!

 

 

Häufig zu finden sind die Eingeweidebrüche im Leisten- und Nabelbereich sowie im Bereich von Operationsnarben (Narbenhernie) und am Zwerchfell (Hiatushernie - Ursache für die Refluxerkrankung). Äußerlich sind diese Brüche meist an einer Vorwölbung an der Körperoberfläche zu erkennen.

 

Die Behandlung der Hernie mit einem Bruchband, Bruch-Gymnastik oder dem Einspritzen von Medikamenten ist bereits veraltert. Nur eine Operation sichert den bleibenden Erfolg.

 

Da sich Weichteilbrüche nicht zurückbilden, sondern größer werden, sollte bei operationstauglichen Patienten die Operation so schnell wie möglich durchgeführt werden. Der dafür geeignete Zeitpunkt ist in Abhängigkeit von der Klinik zu wählen.

 

Hernien können je nach Lokalisation in Vollnarkose, in Regionalanästhesie („Kreuzstich“) oder in Lokalanästhesie (örtliche Betäubung) operiert werden.

 

„Offene“ Operation mittels Bauchschnitt

Bei offenen Eingriffen ist eine direkte Naht oft nur bei sehr kleinen Brüchen möglich. Meist Korrektur mittels sogenannter Fasziendoppelung. Eine bessere Stabilisierung bei größeren Lücken ist durch eingebrachte Kunststoffnetze gewährleistet.

 

„Geschlossene“ Operation mittels Bauchspiegelung

Dieser Zugang durch die Bauchdecke (Laparoskopische Chirurgie/Minimal Invasive Chirurgie - MIC) hat sich auch in der Hernienchirurgie zunehmend etabliert. Prinzipiell wird bei dieser Methode ein (Kunststoff-)Netz in die Bauchwand eingesetzt.

 

Nachsorge

Die Ausheilung zu einer festen Narbe nimmt bis zu drei Monate in Anspruch. Zug- und Druckbelastungen, die z.B. beim Heben schwerer Gegenstände, bei heftigem Husten oder durch abrupte Bewegungen entstehen, sollten vermieden werden. Ratsam ist dabei, vorhandenes Übergewicht abzubauen.

 

Praktikum
in der Pflege
image
Jetzt
bewerben!

Logo Apotheke

  • navimg1011displayCimg.png

A.ö. Krankenhaus der Elisabethinen Klagenfurt GmbH
Völkermarkter Straße 15-19
9020 Klagenfurt am Wörthersee

 

Tel. 0043 463 5830 0
Fax: 0043 463 5830 2060

Display: