Thursday 17. May 2012

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Extrapyramidale Bewegungsstörungen

 

Bekanntester Vertreter dieser Erkrankung ist das Parkinsonsyndrom, eine Erkrankung des zentralen Nervensystems (Gehirn), bei der vor allem willkürliche und unwillkürliche Bewegungsabläufe gestört sind. Überwiegend sind ältere Menschen (Frauen und Männer gleich häufig) betroffen. Cirka 160 von 100.000 Einwohnern bezogen auf die Gesamtbevölkerung leiden an einem Parkinsonsyndrom, wobei die Symptome Bewegungsarmut bis Bewegungslosigkeit (Akinese), Muskelsteifigkeit (Rigor) und Zittern (Tremor) im Vordergrund stehen und zur klinischen Diagnose führen. Zum Ausschluss anderer Hirnerkrankungen kommen CT (Computertomographie) oder MRT (Magnetresonanztomographie) zum Einsatz.

 

Über Jahre hindurch kann das Parkinsonsyndrom erfolgreich medikamentös behandelt werden, wobei durch die Fortschritte der vergangenen Jahre die Arzneimitteltherapie vielfältiger geworden ist und die Möglichkeit einer weitgehenden individuellen Therapieanpassung bieten - ergänzt durch Physiotherapie, Logopädie und Ergotherapie. Eine Heilung kann jedoch nicht erreicht werden.

 

Weitere Vertreter der Bewegungsstörungen sind das Restless legs Syndrom (RLS), verschiedenen Formen des Tremors (Zittern), die Dystonien, im Rahmen derer anhaltende Muskelkontraktionen zu verdrehenden und wiederholten Bewegungen oder abnormen Haltungen einzelner Körperregionen führen. Hierzu zählt man unter anderen den spasmodischen Schiefhals (Torticollis), Blinzelkrampf (Blepharospasmus), Schreibkrampf oder die oromandibuläre Dystonie. Zur Behandlung dieser Erkrankungen hat sich in den meisten Fällen Botulinum-Toxin als Mittel der ersten Wahl bewährt und wird neben der Therapie der Dystonien im Rahmen der Botulinum-Toxin-Ambulanz auch bei (fokaler) Spastik, myofaszialem Schmerz und umschriebenem übermäßigen Schwitzen (fokaler Hyperhidrose) eingesetzt.

 

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