Multiple Sklerose
Encephalomyelitis disseminata
Bei der Multiplen Sklerose (Encephalomyelitis disseminata) handelt es sich um eine Erkrankung des Gehirns und Rückenmarks, wobei sich Entzündungszellen gegen körpereigenes Gewebe richten (chronisch entzündlicher Autoimmunprozess) und zu einer Schädigung der Nervenfasern führen.
Die Multiple Sklerose ist mit mehr als 8000 betroffenen Personen in Österreich in unseren Breitengraden die häufigste Erkrankung, die im jungen Erwachsenenalter mit einer bleibenden Behinderung einhergeht. Man kann zwischen einer schubförmigen und schleichend-fortschreitenden Form unterscheiden.
Die Diagnostik umfasst die bildgebende Untersuchung von Gehirn und Rückenmark (MRI), Untersuchung des Nervenwassers, elektrophysiologische Untersuchungen.
Eine akute Verschlechterung kann mit einer Cortison-Infusionstherapie behandelt werden, vorbeugend steht seit mehr als 10 Jahren eine immunmodulatorische Therapie zur Verfügung. Begleitend sollten regelmäßig physiotherapeutische Maßnahmen und physikalische Behandlungen durchgeführt werden.
In der MS-Ambulanz wird die Behandlung bezüglich der Unverträglichkeit, Laborveränderungen, Spritztechnik und klinischer Verlauf überwacht und eine ausführliche Beratung der Patienten durchgeführt.
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Link: Multiple Sklerose Projekt Steiermark