Neuer Leiter der Inneren Medizin
Der Blick aufs Ganze
Seit 1. April leitet Primarius Priv. Doz. Dr. Gerd Köhler die Abteilung für Innere Medizin am Elisabethinen-Krankenhaus Klagenfurt. Er folgt auf
Dr. Hans Jörg Neumann, MSc, der die Abteilung über viele Jahre geprägt hat.
Der Internist und Diabetologe Priv. Doz. Dr. Gerd Köhler kommt aus der universitären Medizin in Graz und bringt nicht nur langjährige Erfahrung in Forschung und Lehre mit, sondern auch einen Zugang zur Medizin, der über klassische Fachgrenzen hinausgeht. Technologie, Abläufe, Teamarbeit und moderne Diabetesmedizin gehören für ihn ebenso zur Inneren Medizin wie der direkte Blick auf die Patient:innen.

Mit Prim. Priv. Doz. Dr. Gerd Köhler (3.v.l.) übernimmt ein erfahrener Internist und Diabetologe die Leitung der Abteilung für Innere Medizin am Elisabethinen-Krankenhaus Klagenfurt. Gemeinsam mit v.l.n.r.: GF Mag. Michael Steiner, MAS, Provinzial Rudolf Knopp, OH und AR-Vorsitzender Frater Paulus Kohler, OH, wurde der neue Abteilungsleiter offiziell willkommen geheißen.
Der Reiz der Inneren Medizin
„Die Innere Medizin ist oft jener Bereich, in dem alles zusammenläuft. Genau das macht sie spannend“, sagt der neue Abteilungsleiter.
Köhler stammt aus Kaprun und absolvierte zunächst die HTL für Elektrotechnik, bevor er in Graz Medizin studierte. Dass ihn technische Entwicklungen bis heute begleiten, überrascht daher kaum. Schon während des Studiums begann er sich intensiv mit Forschung und Diabetologie auseinanderzusetzen– zu einer Zeit, als moderne Glukosesensoren oder automatisierte Insulinpumpen noch Zukunftsmusik waren.
An der Medizinischen Universität Graz leitete er später unter anderem die diabetische Fußambulanz sowie die Bettenstation der klinischen Abteilung für Endokrinologie und Diabetologie und beschäftigte sich intensiv mit den ersten Entwicklungen im Bereich digitaler Diabetes-Systeme. Aus Forschungsarbeiten entstand damals auch ein Patent . Im Laufe seiner Karriere hatte Dozent Köhler auch die Leitung des Rehabilitationszentrum Aflenz als Primar über.
Heute zählt Köhler zu den profilierten Experten Österreichs im Bereich Diabetes-Technologie. Er ist Vorsitzender des Technologieausschusses der Österreichischen Diabetes Gesellschaft und beschäftigt sich intensiv mit modernen Sensoren, automatisierten Closed-Loop-Systemen sowie neuen Therapieansätzen bei Diabetes und Adipositas.
Was moderne Diabetesmedizin heute kann
„Die Diabetesmedizin hat in den letzten 3 bis 5 Jahren deutliche Fortschritte gebracht“, sagt Köhler. „Heute gibt es Möglichkeiten, die für viele Patient:innen den Alltag erleichtern.“
Dazu zählen Glukosesensoren, automatisierte Insulinpumpen oder sogenannte Closed-Loop-Systeme, die den Zucker laufend messen und die Insulinabgabe teilweise selbst steuern können – Entwicklungen, die vor wenigen Jahren noch kaum vorstellbar waren.
Trotz aller Innovationen spricht Köhler über neue Technologien auffallend nüchtern. Ihn interessiert weniger der Hype als die praktische Frage, was medizinisch tatsächlich sinnvoll ist. „Neue Technologien müssen den Menschen im Alltag helfen. Sonst bringen sie wenig“, sagt er.
Vor allem bei Diabetes und Adipositas rechnet Köhler in den kommenden Jahren mit weiteren Fortschritten. Neue Medikamente, Antikörpertherapien und digitale Systeme würden die Behandlung weiter verändern.
Forschung und Lehre als Teil der Inneren Medizin
Die Verbindung zwischen Klinik, Forschung und Lehre prägt seinen gesamten Berufsweg. An der Medizinischen Universität Graz habilitierte Köhler im Fach Innere Medizin und ist dort bis heute in Forschung und Lehre tätig. Internationale Erfahrungen sammelte er unter anderem bei Forschungsaufenthalten im schwedischen Malmö.
Neben der Medizin interessieren ihn seit Jahren auch Teamorganisation, Prozessentwicklung und die Frage, wie gute Zusammenarbeit im Klinikalltag gelingen kann. Gerade in einem rund 20-köpfigen Team seien klare Strukturen, gegenseitige Wertschätzung und gute Kommunikation entscheidend, sagt Köhler. Besonders positiv beschreibt er die junge, engagierte Mannschaft im Elisabethinen-Krankenhaus: „Wir haben hier ein fachlich sehr breit aufgestelltes Team mit hoher Expertise in der Inneren Medizin. Gleichzeitig spürt man viel Motivation, Offenheit und Zusammenhalt – das ist eine große Stärke der Abteilung.“
Auch im Umgang mit seinem Team setzt Köhler auf direkte Kommunikation, klare Abläufe und rasche Entscheidungen. Dass er Dinge gerne schnell anpackt, verschweigt er dabei nicht. „Ich bin wahrscheinlich eher ungeduldig“, sagt er und lacht. „Wenn man ein Problem erkennt, möchte man meistens auch gleich eine Lösung finden.“

Gemeinsam mit einem Teil des Teams der Abteilung für Innere Medizin am Elisabethinen-Krankenhaus Klagenfurt: Prim. Priv. Doz. Dr. Gerd Köhler leitet seit 1. April die Abteilung für Innere Medizin.
Von Graz nach Klagenfurt
Aktuell pendelt Prim. Priv. Doz. Köhler noch öfters zwischen Graz und Kärnten – häufig mit der Koralmbahn. Mittelfristig soll Kärnten jedoch auch privat sein Lebensmittelpunkt werden.
Ausgleich findet der neue Abteilungsleiter bei langen Spaziergängen mit seinen Hunden, auf Reisen und beim Entdecken anderer Kulturen. Besonders Asien habe ihn immer fasziniert, erzählt er – nicht nur wegen der Landschaften, sondern auch wegen der Menschen und der Esskultur.
Neben seiner neuen Aufgabe absolviert Prim. Dr. Köhler derzeit zusätzlich ein Healthcare-Studium in Graz. Stillstand scheint nicht ganz sein Ding zu sein.

Steckbrief
Prim. Priv. Doz. Dr. med. univ. Gerd Köhler
Alter: 49
Geburtsort: Kaprun, Salzburg
Ausbildung:
HTL für Elektrotechnik
Studium der Humanmedizin an der Medizinischen Universität Graz
Facharztausbildung Innere Medizin an der Med Uni Graz
Zusatzfach Endokrinologie und Stoffwechselerkrankungen
Habilitation im Fach Innere Medizin an der Medizinischen Universität Graz
Derzeit zusätzlich MBA Healthcare und Hospital Management -Studium in Graz
Berufliche Schwerpunkte:
Diabetologie, Endokrinologie, Diabetes-Technologie, Adipositasmedizin, Prozessoptimierung im Krankenhausbereich (LEAN-Management)
Funktionen:
- Leiter der Abteilung für Innere Medizin am Elisabethinen-Krankenhaus Klagenfurt
- Vorsitzender des Technologieausschusses der Österreichischen Diabetes Gesellschaft
- Mitverfasser Leitlinien der Österreichischen Diabetesgesellschaft
- Mitverfasser Leitlinien der Österreichischen Adipositasgesellschaft
- Experte Diabetes mellitus Austro Control
- Lehrtätigkeit an der Medizinischen Universität Graz sowie in FH- und Universitätslehrgängen
- Leitung des Rehabilitationszentrum Aflenz von 2023-2026
Privat:
Retriever-Hunde, Reisen, Asien, Kulinarik, Natur und lange Spaziergänge.
ERFÜLLUNG DER UN-SUSTAINABLE-DEVELOPMENT-GOALS (SDG)
Mit den Bemühungen rund um die „Abteilung für Innere Medizin“ trägt das Elisabethinen-Krankenhaus Klagenfurt auch zu 8 der insgesamt 17 „Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen bis 2030“ (SDGs) bei. Diese definieren das Erreichen von globalen und nachhaltigen Zielen.
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Ziel 3 Ein gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters gewährleisten und ihr Wohlergehen fördern.
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Ziel 4: Inklusive, gleichberechtigte und hochwertige Bildung gewährleisten und Möglichkeiten des lebenslangen Lernens für alle fördern.
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Ziel 17 Umsetzungsmittel stärken und die Globale Partnerschaft für nachhaltige Entwicklung mit neuem Leben erfüllen.
