Mit dem Neubau beginnt ein neues Kapitel
Derzeit werden noch die letzten Feinschliffe umgesetzt: Vor allem im Außenbereich entstehen neue, großzügige Grünflächen, die den Eingangsbereich aufwerten und den Anspruch ein Haus zu sein, dass sich in Richtung „Green Hospital“ entwickelt. Nicht zuletzt passt das zu einem Haus, das auch für seine grünen Maßnahmen mehrfach ausgezeichnet wurde.
Ankommen, das Orientierung gibt
Es ist ein Ankommen, das kurz innehalten lässt: viel Licht, klare Wege – dazu ein freundliches „Grüß Gott“, das den neuen Eingangsbereich prägt. Eine historische Ansicht des Hauses im Windfang des Haupteingangs setzt einen ruhigen, fast unerwarteten Akzent und verbindet die Geschichte des Hauses mit der Gegenwart.
Mit der Eröffnung des Neubaus – bestehend aus neuem Haupteingang, moderner Postnarkose-Einheit (PACU) im 1. Obergeschoss sowie neuen Mitarbeiter:innen-Umkleiden und Sanitärbereichen im 1. Untergeschoss – wurde das Elisabethinen-Krankenhaus Klagenfurt offiziell erweitert.
Im Beisein von Gesundheitslandesrätin Dr.in Beate Prettner, den Geschäftsführern des Kärntner Gesundheitsfonds, Dr. Karl Cernic und Mag. Gernot Melischnigg, dem Aufsichtsratsvorsitzenden des Elisabethinen-Krankenhauses, Frt. Paulus Kohler OH, Architekt DDI Christian Halm sowie weiteren Projektbeteiligten wurde der neue Bereich feierlich vorgestellt. Ab sofort steht er Patient:innen und Besucher:innen offen.
Wer heute das Krankenhaus betritt, findet sich schnell zurecht. Der Eingang ist klar erkennbar, die Wege erschließen sich ohne Umwege. Ein kurzer Moment des Suchens, wie ihn viele noch von früher kennen, bleibt aus. Für Patient:innen bedeutet das vor allem eines: weniger Orientierungssuche in einer ohnehin belastenden Situation.
Der Entwurf der Architektur Consult ZT GmbH ging aus einem Architektenwettbewerb hervor, der bewusst die besondere Bedeutung dieses Bereichs als Schnittstelle zwischen Krankenhaus, Stadt und Öffentlichkeit in den Mittelpunkt stellte. Der Neubau wurde parallel zur Völkermarkter Straße errichtet und so positioniert, dass ein eindeutig erkennbarer Haupteingang entsteht. Gleichzeitig werden die Wege von Fußgänger:innen und Fahrzeugen klar getrennt geführt.
„Der erste Eindruck spielt eine große Rolle“, sagt Geschäftsführer Mag. Michael Steiner, MAS. „Gerade in einem Krankenhaus kommen viele Menschen mit Unsicherheit. Da hilft es, wenn das Ankommen einfach ist.“

Eröffnung des neuen Haupteingangs und der Postnarkose:
v.l.n..r.: Architekt DDI Christian Halm, Clubobmann und Landtagsabgeordneter Mag. Markus Malle, Klubobmann Michael Gussnig, KGF-GF Dr. Karl Cernic, EKH-Geschäftsführer Mag. Michael Steiner, MAS, Gesundheitslandesrätin Dr. Beate Prettner, Aufsichtsratsvorsitzender Frt. Paulus Kohler, OH, Pflegedirektorin Silvia Lueger, Stv. Ärztlicher Leiter Prim. Priv.-Doz. Dr. Michael Zink, Kaufmännische Direktorin Mag. Dr. Elke Haber, MBA





Mehr Raum und bessere Abläufe
Mit dem zweigeschossigen Neubau wurden rund 650 Quadratmeter zusätzliche Nutzfläche geschaffen. Neben dem neuen Eingangs- und Wartebereich umfasst das Projekt Funktionsräume sowie eine moderne Postnarkose-Aufwachstation.
Durch den Neubau wurde auch die Anbindung an den OP-Bereich wesentlich verbessert. Die Postnarkose ist nun direkt erreichbar, Wege wurden verkürzt und Abläufe in der postoperativen Betreuung optimiert. Hintergrund des Ausbaus ist die steigende Zahl an Patient:innen und operativen Eingriffen in den vergangenen Jahren.
Neue Postnarkose stärkt die Betreuung von Patient:innen nach Operationen
Ein zentraler Bestandteil des Neubaus ist die neue Postnarkose-Einheit (PACU) im ersten Obergeschoss direkt über dem Haupteingang. Als Bindeglied zwischen OP, Tagesklinik und Station sorgt sie durch ihre direkte Anbindung an Anästhesie und Intensivstation für kurze Wege. Insgesamt stehen sechs modern ausgestattete Überwachungsplätze für die postoperative Betreuung zur Verfügung.

Die neue Postnarkose-Einheit (PACU) ermöglicht eine moderne postoperative Betreuung mit kurzen Wegen, direkter OP-Anbindung und sechs modern ausgestatteten Überwachungsplätzen.
Der Bereich ist gezielt auf die Bedürfnisse von Patient:innen nach operativen Eingriffen ausgerichtet: Tageslicht, eine ruhige Atmosphäre und ein abgestimmtes Farbkonzept unterstützen die Erholung. Klare Abläufe und eine funktionale Zonierung gewährleisten optimale Arbeitsbedingungen sowie höchste Standards in Hygiene, Sicherheit und Medizintechnik.
„Die Phase unmittelbar nach einer Operation ist besonders sensibel. Mit der neuen Postnarkose-Einheit können wir unsere Patient:innen noch gezielter überwachen und betreuen. Die kurzen Wege und die direkte Anbindung an den OP-Bereich verbessern vor allem die Sicherheit und Qualität der Versorgung“, erklärt Prim. PD Dr. Michael Zink, FESAIC, Vorstand der Abteilung für Anästhesiologie und Intensivmedizin.
Weitere Verbesserungen
Ein wesentliches Element ist die neue Verkehrsführung: Der Autoverkehr wird direkt am Haupteingang vorbeigeführt, sodass Patient:innen unmittelbar beim überdachten Eingangsbereich aussteigen können – geschützt vor Witterung und mit kurzen Wegen ins Gebäude.

Mit neuer Ampelanlage und gesichertem Schutzweg wurde auch die Verkehrssituation vor dem Elisabethinen-Krankenhaus Klagenfurt deutlich verbessert. Patient:innen, Besucher:innen und Mitarbeiter:innen gelangen nun sicherer und direkter zum neuen Haupteingang.
Der neue Empfangsbereich im Erdgeschoss ist großzügig gestaltet und als klar strukturierte Zone organisiert. Die Raumabfolge ist bewusst so angelegt, dass sich Besucher:innen schnell orientieren und sich vom ersten
Moment an gut aufgehoben fühlen.
Ein Teil der Verbesserungen bleibt im Hintergrund: Schnittstellen wurden neu organisiert und Prozesse besser aufeinander abgestimmt – das sieht man nicht sofort, macht sich im Alltag aber deutlich bemerkbar
Bauen im laufenden Betrieb
Eine besondere Herausforderung stellte die Umsetzung im laufenden Krankenhausbetrieb dar. Trotz der umfangreichen Bauarbeiten blieb die Patientenversorgung durchgehend aufrechterhalten. „Planung und Umsetzung mussten eng aufeinander abgestimmt werden, um sowohl den Betrieb als auch die Baufortschritte sicherzustellen“, betont Mag. Michael Steiner, MAS.
Mit Blick auf die nächsten Jahre gebaut
Der Neubau ist Teil einer laufenden Weiterentwicklung des Standorts und wurde mit einem Investitionsvolumen von rund 5,9 Millionen Euro realisiert. Ziel ist es, die Infrastruktur des Krankenhauses langfristig an die steigenden Anforderungen im Gesundheitswesen anzupassen.
„Der Neubau am Elisabethinen-Krankenhaus Klagenfurt zeigt, wie wichtig gezielte öffentliche Investitionen für eine moderne Gesundheitsversorgung sind. Mit der Finanzierung durch den Kärntner Gesundheitsfonds stärken wir Patient:innensicherheit und deren Aufenthaltsqualität, verbessern Abläufe und schaffen gute Arbeitsbedingungen. Diese Investition ist ein klares Bekenntnis zu Versorgungssicherheit, Qualität und einem zukunftsfähigen Gesundheitsstandort Kärnten“, betont Gesundheitslandesrätin Dr. Beate Prettner.
Der Bau fügt sich bewusst zurückhaltend in das bestehende Ensemble ein. Gleichzeitig steckt viel Planung im Detail: Die Kombination aus klar gegliederter Fassadengestaltung, vorgehängten Lamellen als Sonnen- und Blendschutz sowie einem begrünten Flachdach verbindet architektonische Qualität mit funktionalen Anforderungen.
Ausgezeichnet wurde das Projekt bereits mit klima:aktiv Bronze. Weiters wurden versiegelte
Flächen reduziert und durch durchlässige Materialien ersetzt. Es handelt sich dabei um keinen Kies- oder Schottergarten, sondern um eine standortgerecht bepflanzte Grünfläche mit einer gezielt eingesetzten mineralischen Mulchschicht. Diese dient als Verdunstungsschutz und wird mit zunehmendem Pflanzenwachstum weitgehend überdeckt. Fachlich spricht man von einem Dry Garden. Nach der Anwachsphase ist diese mineralische Oberfläche
Maßnahmen wie energieeffiziente Haustechnik, LED-Beleuchtung und der bewusste Verzicht auf PVC-haltige Materialien unterstreichen den Anspruch eines ressourcenschonenden „Green Hospital“ – mit spürbaren Effekten auf Mikroklima und Aufenthaltsqualität.
„Wir haben hier nicht nur erweitert, sondern Strukturen geschaffen, die langfristig tragen“, so die Kaufmännische Direktorin Mag. Dr. Elke Haber, MBA. „Für die Menschen, die zu uns kommen, und für jene, die hier arbeiten.“
Räume, die Ruhe vermitteln
Im Inneren setzt sich der Eindruck fort: viel Tageslicht, klare Orientierung und eine Gestaltung, die sich bewusst zurücknimmt. Ein abgestimmtes Farbkonzept unterstützt die Orientierung und trägt dazu bei, eine ruhige, angenehme Atmosphäre zu schaffen.
Räume, die Ruhe vermitteln und den Aufenthalt für Patient:innen spürbar angenehmer machen. Erst beim zweiten Blick fällt auf, wie durchdacht dieser Bereich ist – nicht nur funktional, sondern auch in seiner Wirkung.
Viel Tageslicht, klare Wege und eine offene Gestaltung prägen den neuen Eingangs- und Wartebereich des Elisabethinen-Krankenhauses Klagenfurt.





Im Eingangsbereich erinnert unter anderem eine ausgestellte historische Patientenakte an die lange Tradition des Hauses und schafft eine Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart.
Kunst im Alltag
Arbeiten des Klagenfurter Künstlers Alexander Kandut ergänzen den Neubau. Die ausgewählten Grafiken greifen Themen wie Entwicklung, Bewegung und innere Balance auf und erweitern den architektonischen Raum um eine zusätzliche Ebene.
Sie fügen sich unaufdringlich in die Architektur ein und begleiten den Raum, ohne ihn zu dominieren.
Hintergrund-Info
Seit 2006 ist das Elisabethinen-Krankenhaus Klagenfurt Teil der Gesundheitsgruppe des Ordens der Barmherzigen Brüder Österreich und hat die Entwicklung mitgestaltet.
Mit 1. August 2025 wurde die Österreichische Ordensprovinz der Barmherzigen Brüder in „Barmherzige Brüder Ordensprovinz Europa Mitte“ umbenannt. Dies war gleichzeitig der Beginn des Vereinigungsprozesses mit der Bayerischen Ordensprovinz, welcher im Jänner 2026 mit dem gemeinsamen Provinzkapitel abgeschlossen wurde.
Erfüllung der UN Sustainable Development Goals (SDG)
Mit den Bemühungen rund um den Neubau trägt das Elisabethinen-Krankenhaus Klagenfurt auch zu 8 der insgesamt 17 „Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen bis 2030“ (SDGs) bei. Diese definieren das Erreichen von globalen und nachhaltigen Zielen.

Ziel 3 Ein gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters gewährleisten und ihr Wohlergehen fördern

Ziel 7 Zugang zu bezahlbarer, verlässlicher, nachhaltiger und moderner Energie für alle sichern

Ziel 9 Eine widerstandsfähige Infrastruktur aufbauen, breitenwirksame und nachhaltige Industrialisierung fördern und Innovationen unterstützen

Ziel 11 Städte und Siedlungen inklusiv, sicher, widerstandsfähig und nachhaltig gestalten

Ziel 12 Nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster sicherstellen

Ziel 13 Umgehend Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen ergreifen.

Ziel 15 Landökosysteme schützen, wiederherstellen und ihre nachhaltige Nutzung fördern, Wälder nachhaltig bewirtschaften, Wüstenbildung bekämpfen, Bodendegradation beenden und umkehren und dem Verlust der biologischen Vielfalt ein Ende setzen

Ziel 17 Umsetzungsmittel stärken und die Globale Partnerschaft für nachhaltige Entwicklung mit neuem Leben erfüllen
