Kapelle erstrahlt nach umfassender Sanierung in neuem Glanz
Behutsam saniert, künstlerisch neu interpretiert und in ihrer besonderen Atmosphäre bewahrt: Zum 20-jährigen Kooperationsjubiläum mit den Barmherzigen Brüdern Europa Mitte wurde die Krankenhauskapelle des Elisabethinen-Krankenhauses Klagenfurt umfassend erneuert. Die künstlerische Gestaltung stammt vom Kärntner Künstler Valentin Oman.
Anlässlich des 20-jährigen Kooperationsjubiläums mit den Barmherzigen Brüdern Europa Mitte erstrahlt die Krankenhauskapelle des Elisabethinen-Krankenhauses Klagenfurt im Jahr 2026 in neuem Glanz. Ziel der umfassenden Sanierung war es, die Kapelle räumlich und optisch zu öffnen, ohne ihren ursprünglichen Charakter zu verlieren. Wesentliche Elemente wie Altar, Ambo, Tabernakel aus Messing, die Nussholzvertäfelung aus den 1960er-Jahren sowie die Kirchenbänke wurden behutsam saniert und erhalten. Gleichzeitig wurden zentrale Infrastrukturen erneuert – darunter Fenster, Elektrik, Fußboden, Decke und das Beleuchtungskonzept – und durch Werke des Kärntner Künstlers Valentin Oman neue Akzente gesetzt.

P. Prior Paulus Kohler, OH, Krankenhauspfarrer Pater Jose Angelin, Künstler Valentin Oman,
GF Mag. Michael Steiner, MAS, KD Mag. Dr. Elke Haber, MBA, KH-Bauleiter DI Gerbert Rammel sowie DI Andrea Spanu
Historische Elemente und Fenster neu gedacht
Besonders wichtig war der Erhalt historischer Elemente – dazu zählen auch die farbigen Glasfenster, die den Lichteinfall in der Krankenhauskapelle über Jahrzehnte geprägt haben. Zwei dieser Fenster konnten restauriert werden. Sie befinden sich nun als verschiebbare Innenelemente an der Rückseite der Kapelle und wurden direkt vor den bestehenden Fenstern platziert.




Künstlerische Gestaltung durch Valentin Oman
Für die künstlerische Gestaltung konnte der Kärntner Künstler Valentin Oman gewonnen werden. Sie gliedert sich in drei wesentliche Bereiche:
- Zwei Tafelbilder mit den Titeln Ecce Homo I und Ecce Homo II
Beide Werke entstanden 2006 und wurden in Mischtechnik auf Leinwand (200 × 40 cm) ausgeführt.
- Künstlerische Gestaltung der Glaselemente
Beim Betreten der Kapelle fallen die südseitigen Fenster ins Auge, die den Raum mit natürlichem Licht durchfluten. Davor wurden zwei raumhohe satinierte Glaselemente angebracht. Grundlage für deren Gestaltung sind die gegenüberliegenden Originalwerke Ecce Homo I und Ecce Homo II. Im künstlerischen Schaffen von Valentin Oman steht Ecce Homo für die Fragilität, Verletzlichkeit und Vielschichtigkeit des Menschen in all seinen Lebensfacetten.
- Gestaltung des Altarkreuzes (Taukreuz)
Das zentrale liturgische Element bildet ein transparentes Taukreuz, in dessen Mitte die Darstellung einer menschlichen Figur erkennbar ist. Oman verweist damit auf die Endlichkeit und Zerbrechlichkeit des Menschen. Die Glasstele wird durch das vorgesetzte Taukreuz ergänzt und macht das Kreuz als zentrales Symbol des christlichen Glaubens sichtbar.
Ein Ort der Stille und Besinnung
Durch die Verbindung der beiden Tafelbilder Ecce Homo I und Ecce Homo II mit dem Motiv der Glasgestaltung und der skulpturalen Umsetzung des Taukreuzes entsteht ein Ort der Stille und Besinnung – ein sakraler Raum, der sich bewusst vom täglichen Krankenhausbetrieb abhebt. Patient:innen kommen zu Fuß, mit dem Rollator oder werden im Rollstuhl in die Kapelle begleitet. Hier stehen Ruhe, Reflexion und Besinnung im Mittelpunkt.
Historische Substanz und zeitgenössische Kunst verbinden
Die Sanierung verbindet den behutsamen Erhalt historischer Substanz mit zeitgenössischer Kunst. Ziel war es, die Kapelle als Ort der Ruhe und Orientierung im Spannungsfeld zur Funktionalität des Elisabethinen-Krankenhauses Klagenfurt weiter zu stärken. Nach der Neugestaltung des Haupteingangs setzt auch dieses Projekt ein Zeichen für die gelungene Verbindung von zeitgenössischer Kunst, Liturgie und moderner Infrastruktur in einer hospitalen Umgebung mit jahrhundertealter Tradition. Geschäftsführer Mag. Michael Steiner, MAS: „Wir sind Valentin Oman sowie allen Beteiligten – von der Planung bis zur Ausführung – sehr dankbar, dass sie dieses besondere Projekt gemeinsam mit uns umgesetzt haben. Die neu gestaltete Kapelle bietet unseren Patient:innen, Angehörigen, Mitarbeitenden und allen Besucher:innen einen Ort der Ruhe und Besinnung.“

Werke Ecce Homo I und Ecce Homo II und Valentin Oman in der neu sanierten Krankenhauskapelle
Foto: F. Neumüller
Valentin Oman, Ecce Homo I und Ecce Homo II, 2006, Mischtechnik auf Leinwand
Hintergrund-Info
Seit 2006 ist das Elisabethinen-Krankenhaus Klagenfurt Teil der Gesundheitsgruppe des Ordens der Barmherzigen Brüder Österreich und hat die Entwicklung mitgestaltet.
Mit 1. August 2025 wurde die Österreichische Ordensprovinz der Barmherzigen Brüder in „Barmherzige Brüder Ordensprovinz Europa Mitte“ umbenannt. Dies war gleichzeitig der Beginn des Vereinigungsprozesses mit der Bayerischen Ordensprovinz, welcher im Jänner 2026 mit dem gemeinsamen Provinzkapitel abgeschlossen wurde.
ERFÜLLUNG DER UN-SUSTAINABLE-DEVELOPMENT-GOALS (SDG)
Mit den Bemühungen rund um das Thema Krankenhaus-Seelsorge trägt das Elisabethinen-Krankenhaus Klagenfurt auch zu 3 der insgesamt 17 „Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen bis 2030“ (SDGs) bei. Diese definieren das Erreichen von globalen und nachhaltigen Zielen.

Ziel 3 Ein gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters gewährleisten und ihr Wohlergehen fördern.

Ziel 4: Inklusive, gleichberechtigte und hochwertige Bildung gewährleisten und Möglichkeiten des lebenslangen Lernens für alle fördern.

Ziel 17 Umsetzungsmittel stärken und die Globale Partnerschaft für nachhaltige Entwicklung mit neuem Leben erfüllen.
