Gut begleitet – auch nach dem Aufenthalt im Spital
Ein Krankenhausaufenthalt endet mit der Entlassung. Der Bedarf an Unterstützung im Alltag häufig nicht. Gerade für ältere Menschen kann es entscheidend sein, ob sie zu Hause Kontakte pflegen, sich regelmäßig bewegen und ihre Selbstständigkeit erhalten können. Das Elisabethinen-Krankenhaus Klagenfurt setzt deshalb auf die Zusammenarbeit mit sozialen und ehrenamtlichen Angeboten in der Region.
Bei einem Jour fixe in der vergangenen Woche begrüßten Pflegedirektorin Silvia Lueger, MSc, und das Team der Sozialarbeit Friederike Lepuschitz, Koordinatorin des Besuchsdienstes des Österreichischen Roten Kreuzes für Klagenfurt und die umliegenden Gemeinden. Im Mittelpunkt stand der Austausch darüber, wie Patient:innen und ihre Angehörigen nach einem Krankenhausaufenthalt auf bestehende Unterstützungsangebote aufmerksam gemacht werden können.
Ehrenamtliche Unterstützung im eigenen Zuhause
Rund 70 Freiwillige engagieren sich im Team von Friederike Lepuschitz. Der Besuchsdienst bietet kostenlose Begleitung im häuslichen Umfeld und richtet sich an Menschen, die sich Gesellschaft bei alltäglichen Aktivitäten wünschen. Die Besuche können dazu beitragen, soziale Kontakte zu erhalten und vorhandene Fähigkeiten zu fördern. Zum Angebot gehören u.a. gemeinsame Gedächtnisübungen, Bastel- und Handarbeiten zur Förderung der Feinmotorik sowie Spaziergänge, die Bewegung und Mobilität unterstützen. Ebenso wichtig ist das persönliche Gespräch: Zeit für gemeinsame Aktivitäten und regelmäßige Kontakte kann den Alltag bereichern und Einsamkeit entgegenwirken.
Altersfreundliche Versorgung endet nicht an der Krankenhaustür
Die Zusammenarbeit steht im Einklang mit der Ausrichtung des Elisabethinen-Krankenhauses als altersfreundliches Krankenhaus („Age-Friendly-Zertifizierung“). Dabei spielt die Frage eine wesentliche Rolle, wie ältere Patient:innen während des Aufenthalts und beim Übergang zurück in ihr gewohntes Umfeld bestmöglich begleitet werden können.
Dazu gehören neben medizinischer und pflegerischer Versorgung auch soziale Bedürfnisse, Mobilität, Selbstständigkeit und die Einbindung regionaler Unterstützungsstrukturen. „Für uns ist entscheidend, dass wir die Lebenssituation unserer Patient:innen nicht nur während des Krankenhausaufenthalts im Blick haben.

Pflegedirektorin Silvia Lueger, MSc, und das Team der Sozialarbeit des Elisabethinen-Krankenhauses Klagenfurt tauschten sich mit Friederike Lepuschitz über die Angebote des Besuchsdienstes des Österreichischen Roten Kreuzes aus. V. l. n. r.: Silvia Lueger, MSc, Ilka Waldner, MAS, Friederike Lepuschitz, Anna Schnitzer, BA MA, und Laura Kauder, BA.
Der Austausch mit dem Roten Kreuz hilft uns, passende Angebote für die Zeit danach aufzuzeigen und Angehörige über zusätzliche Möglichkeiten der Unterstützung zu informieren“, betont Pflegedirektorin Silvia Lueger, MSc.
Der Sozialdienst des EKH unterstützt Patient:innen und Angehörige bei Fragen zur Versorgung nach dem Krankenhausaufenthalt und informiert über geeignete weiterführende Angebote. Der regelmäßige Kontakt mit regionalen Partnerorganisationen trägt dazu bei, diese Unterstützung möglichst bedarfsgerecht zu gestalten.
Das Elisabethinen-Krankenhaus bedankt sich bei Friederike Lepuschitz und den rund 70 ehrenamtlichen Mitarbeitende des Besuchsdienstes für ihren wertvollen Einsatz. Ihr Engagement zeigt, wie wichtig verlässliche soziale Kontakte und freiwillige Unterstützung für ein selbstbestimmtes Leben im Alter sind.
Hintergrund-Info
Seit 2006 ist das Elisabethinen-Krankenhaus Klagenfurt Teil der Gesundheitsgruppe des Ordens der Barmherzigen Brüder Österreich und hat die Entwicklung mitgestaltet.
Mit 1. August 2025 wurde die Österreichische Ordensprovinz der Barmherzigen Brüder in „Barmherzige Brüder Ordensprovinz Europa Mitte“ umbenannt. Dies war gleichzeitig der Beginn des Vereinigungsprozesses mit der Bayerischen Ordensprovinz, welcher im Jänner 2026 mit dem gemeinsamen Provinzkapitel abgeschlossen wurde.
ERFÜLLUNG DER SUSTAINABLE-DEVELOPMENT-GOALS (SDG)
Mit den Bemühungen rund um das Thema Altersmedizin trägt das Elisabethinen-Krankenhaus Klagenfurt auch zu 3 der insgesamt 17 „Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen bis 2030“ (SDGs) bei. Diese definieren das Erreichen von globalen und nachhaltigen Zielen.

Ziel 3 Ein gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters gewährleisten und ihr Wohlergehen fördern.

Ziel 4: Inklusive, gleichberechtigte und hochwertige Bildung gewährleisten und Möglichkeiten des lebenslangen Lernens für alle fördern.

Ziel 17 Umsetzungsmittel stärken und die Globale Partnerschaft für nachhaltige Entwicklung mit neuem Leben erfüllen.
