Bewegung verbindet - 50 Jahre Physiotherapie
Physiotherapie im Wandel: Von Bettruhe zur Frühmobilisation
Vor 50 Jahren galt nach Operationen oder schweren Erkrankungen vor allem eines: Bettruhe und Schonung. Heute beginnt Rehabilitation häufig bereits wenige Stunden nach einem Eingriff oder einer akuten Erkrankung. Dieser Wandel macht die Physiotherapie zu einem unverzichtbaren Bestandteil moderner Krankenhausversorgung.
„Im Mittelpunkt steht immer die Frage: Welche Funktion soll im Alltag wieder möglich werden?“, sagt Bettina Hanel, Bereichsleiterin der Physiotherapie im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Eisenstadt.
Die Physiotherapie begleitet Patient:innen während ihres gesamten Krankenhausaufenthalts – von der Intensivstation über die Chirurgie und Orthopädie bis hin zur Inneren Medizin, Neurologie, HNO, Kinder- und Jugendheilkunde, Gynäkologie oder Psychiatrie. Ziel ist es, Beweglichkeit, Kraft, Gleichgewicht und Selbstständigkeit möglichst früh wieder aufzubauen und Komplikationen vorzubeugen.
„Entscheidend ist nicht möglichst viel Bewegung, sondern die richtige Belastung zur richtigen Zeit – abgestimmt auf Gesundheitszustand und Belastbarkeit der Patientinnen und Patienten“, betont Bettina Hanel.
Blick nach vorne
Heute steht Physiotherapie für eine aktive, individuelle und wissenschaftlich fundierte Behandlung. Sie unterstützt Menschen dabei, nach Erkrankungen oder Operationen ihre körperliche Belastbarkeit und Selbstständigkeit wiederzuerlangen und ihre Lebensqualität zu verbessern.
Auch in Zukunft wird die Physiotherapie noch stärker von früher Aktivierung, evidenzbasierten Entscheidungen und individuell abgestimmten Therapiekonzepten geprägt sein – mit dem Ziel, Patient:innen bestmöglich auf ihrem Weg zurück in den Alltag zu begleiten.