Neu errichtetes Herzkatheterlabor mit modernster Medizintechnik
Die hochmoderen biplane Herzkatheteranlage ermöglicht Aufnahmen aus zwei unterschiedlichen Blickwinkeln gleichzeitig. Dadurch können Eingriffe präziser durchgeführt und die benötigte Kontrastmittelmenge sowie die Strahlenbelastung reduziert werden.
Breites Spektrum von Diagnostik bis Therapie
In der interventionellen Kardiologie, bei Erkrankungen der Herzkranzgefäße, stehen mit der klassischen Koronarangiographie unter anderem Druckdrahtmessungen zur Beurteilung der Gefäßverengungen sowie intravaskulärer Ultraschall und optische Kohärenztomographie zur Verfügung. Wenn eine Behandlung erforderlich ist, kann diese vielfach unmittelbar im Herzkatheterlabor erfolgen. Verengungen der Herzkranzgefäße werden unter anderem mittels Ballonaufdehnung und Stentimplantation behandelt. Für die Behandlung stark verkalkter Gefäße stehen verschiedene spezialisierte Verfahren zur Verfügung.
Behandlungen struktureller Herzerkrankungen bei bestimmten Herzklappen- und Vorhofproblemen durch Eingriffe wie MitraClip- und Triclip-Verfahren, sowie Rechtsherzkatheteruntersuchungen gehören auch zum Angebot.
Ein weiterer Schwerpunkt sind Eingriffe bei Herzrhythmusstörungen. Elektrophysiologische Untersuchungen sowie Ablationen bei Vorhofflimmern und Vorhofflattern werden sukzessive erweitert. Ergänzt wird das Angebot durch Schrittmachertherapien und Nierenarterienablationen.
Das Angebot umfasst somit von der Akutversorgung bei akuten Koronarsyndromen über die Versorgung elektiver Patient bis hin zu komplexen Eingriffen ein weitreichendes Spektrum.
„Die neue Technologie ermöglicht nicht nur eine hohe diagnostische Präzision, sondern unterstützt auch eine möglichst schonende Behandlung. Gerade bei akuten Eingriffen, bei denen Zeit ein entscheidender Faktor ist, bietet die biplane Technik Vorteile“, hebt Univ. Prof. Prim. Dr. Rudolf Berger, Vorstand der Abteilung für Innere Medizin I die Vorteile klar hervor. „Ziel ist immer, die Belastung für die behandelten Personen so gering wie möglich zu halten und gleichzeitig eine maximal wirkungsvolle Therapie zu bieten,“ ergänzt Berger.