Neue Behandlungsmöglichkeit bei schmerzhafter Kniegelenksarthrose
Erstmals wurde eine sogenannte Kniegelenksembolisation (Genikulararterien-Embolisation, GAE) durchgeführt. Das minimalinvasive Verfahren richtet sich an ausgewählte Patient:innen mit schmerzhafter Kniegelenksarthrose und erweitert das bestehende Behandlungsspektrum im Bereich der interventionellen Radiologie.
Bei einer Kniegelenksarthrose können entzündliche Prozesse rund um das Gelenk zu anhaltenden Schmerzen beitragen. Bei der Embolisation werden über einen dünnen Katheter gezielt kleinste Blutgefäße im Bereich des Kniegelenks verschlossen, die an diesen Entzündungsprozessen beteiligt sind. Dadurch soll die Entzündungsaktivität reduziert und eine Linderung der Schmerzen erreicht werden. Ziel ist es, auch die Beweglichkeit und Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern.
Der Eingriff erfolgt minimalinvasiv und ohne offene Operation. Das Verfahren kommt insbesondere dann infrage, wenn konservative Behandlungsmöglichkeiten keine ausreichende Linderung gebracht haben. Ob eine Kniegelenksembolisation geeignet ist, wird für jede Patientin und jeden Patienten individuell medizinisch abgeklärt.
„Mit diesem Verfahren erweitern wir unser Angebot um eine weitere möglichst schonende Behandlungsmöglichkeit. Unser Anspruch ist es, innovative medizinische Verfahren zu erschließen und damit die Versorgung für die Bevölkerung im Burgenland kontinuierlich weiterzuentwickeln“, betont der Ärztliche Direktor und Vorstand der Abteilung für Radiologie, Dr. Martin Wehrschütz.
Er hebt auch die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit mit der Abteilung für Orthopädie und Traumatologie unter der Leitung von Prim. PD Dr. Jochen Erhart hervor.