Grüner Star: Früh erkennen, Sehvermögen schützen
„Das Heimtückische am Grünen Star ist, dass die Erkrankung in frühen Stadien keine Beschwerden verursacht. Viele Betroffene bemerken erst dann Veränderungen, wenn bereits ein erheblicher Schaden am Sehnerv eingetreten ist“, erklärt OA Dr. Peter Pfoser, stellvertretender Leiter der Augenabteilung im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Linz.
Unbehandelt kann das Glaukom zu einem fortschreitenden Verlust des Sehvermögens führen. Typischerweise beginnt dieser schleichend im Bereich des peripheren Gesichtsfeldes. Ohne konsequente Therapie kann die Erkrankung weiter voranschreiten und schließlich auch das zentrale Sehen beeinträchtigen und sich damit massiven Auswirkungen auf den Alltag, die Selbstständigkeit und die Lebensqualität der Betroffenen auswirken.
Regelmäßige augenärztliche Kontrollen sind daher entscheidend. Nur durch eine frühzeitige Diagnose und rechtzeitige Behandlung können irreversible Schäden verhindert und das Sehvermögen langfristig erhalten werden. Die Welt-Glaukom-Woche von 8. bis 14. März 2026 setzt international ein Zeichen, um das Bewusstsein für diese oft unterschätzte Erkrankung zu stärken.
Selbsthilfe stärkt Betroffene
Neben der medizinischen Betreuung spielt auch der Austausch unter Betroffenen eine entscheidende Rolle. In Wien gibt es bereits eine Glaukom-Selbsthilfegruppe, die Information, Erfahrungsaustausch und gegenseitige Unterstützung bietet. Eine ähnliche Gruppe wird nun auch in Linz gegründet. Das Ziel ist es, den Patientinnen und Patienten eine Plattform zu bieten, auf der sie Fragen klären, Unsicherheiten abbauen und gemeinsam Strategien für den Alltag mit der Erkrankung entwickeln können. Das erste Treffen der Glaukom-Selbsthilfegruppe Linz findet am 18. April 2026 von 12:30 bis 14:30 Uhr im kleinen Seminarraum der Barmherzigen Brüder in Linz statt.

© Barmherzige Brüder, OA Dr. Peter Pfoser und OÄ Dr. Irisi Baumhauer, Abdruck honorarfrei